Risikolebensversicherung mit Panikstörung, Divertikulitis und Übergewicht

Eine Risikolebensversicherung ist eine hervorragende Möglichkeit zur finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen. In der Regel handelt es sich beim Versicherungsnehmer um den Hauptverdiener einer Familie. Insbesondere wenn noch ein Kredit abbezahlt werden muss oder die Ausbildung der Kinder noch nicht abgeschlossen ist, empfiehlt sich der Abschluss einer Risikolebensversicherung, damit die Familie im Todesfall des Hauptverdieners zumindest aus finanzieller Sicht entlastet wird.

Vorerkrankungen und andere Risikofaktoren können zu Beitragszuschlägen oder gar Ablehnungen führen

Jeder Mensch und seine Lebensumstände sind individuell. Deshalb existiert keine pauschale Versicherungssumme, da sie sich stets auf die finanzielle Situation des Interessenten bezieht. Auch bei den Beiträgen kommt es stark auf die Lebenssituation der versicherten Person und deren Gesundheitszustand an. Liegen nämlich Vorerkrankungen, riskante Berufe und Hobbys oder weitere Risikofaktoren wie Übergewicht oder Nikotinkonsum vor, so ist oftmals mit Beitragszuschlägen zu rechnen. Je nach Anzahl und Schwere der Risikofaktoren kann sogar eine Antragsablehnung drohen.

Dennoch ist es in den meisten Fällen möglich, auch mit gewissen Risikofaktoren und Vorerkrankungen eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Im folgenden Praxisbeispiel erläutern wir die gesundheitliche Vorgeschichte unseres Mandanten Herrn K., der von einer Panikstörung, Übergewicht sowie einer ausgeheilten Divertikulitis betroffen ist, und wie wir für ihn eine passende Risikolebensversicherung finden konnten.

Beispiel aus der Praxis: Lebenssituation unseres Mandanten Herr K.

Unser Mandant Herr K. ist 39 Jahre alt, verfügt über einen IHK-Abschluss als Bürokaufmann und ist beruflich als Mitarbeiter der Geschäftsführung eines Kindergartens tätig. Als Ehemann und Vater von drei Kindern trägt er eine große finanzielle Verantwortung für seine Familie, weshalb er den Entschluss gefasst hat, eine Risikolebensversicherung für die Absicherung seiner Liebsten abzuschließen.

Übergewicht, Panikstörung und Divertikulitis als Risikofaktoren

Unser Mandant ist Nichtraucher, übt keine gefährlichen Hobbys wie Motorradfahren aus und auch in seinem Beruf ist er keinem erhöhten Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Diese Faktoren wirken sich positiv auf die Risikoeinschätzung der Versicherer aus. Jedoch hat er mit einer Körpergröße von 1,83 m und einem Gewicht von 100 kg einen Body-Mass-Index von 29,9 und somit ein leichtes Übergewicht. Da ein zu hohes Körpergewicht das Entstehen vieler Krankheiten begünstigt und sich insgesamt negativ auf die Gesamtgesundheit auswirkt, gilt Übergewicht als Risikofaktor.

BMIBewertung
< 18,5Untergewicht
18,5 bis 24,9Normalgewicht
25,5 bis 29,9Übergewicht
30 bis 34,9Adipositas Grad I
35 bis 39,9Adipositas Grad II
≥ 40Adipositas Grad III

Unser Mandant ist seit 2016 von einer Panikstörung betroffen und befindet sich daher in einer Verhaltenstherapie. Die Ursachen seiner psychischen Erkrankung sind auf seine Familiengründung sowie den Tod seines Vaters zurückzuführen. Ungefähr einmal im Monat äußert sich seine Störung in Panikattacken, die bis heute noch auftreten.

Durch die erfolgreiche Therapie und das Besuchen von Selbsthilfegruppen hat sich seine Panikstörung jedoch mit der Zeit deutlich gebessert. Auch wenn Herr K. noch nicht völlig beschwerdefrei ist, muss er für seine Erkrankung keine Medikamente einnehmen und es sind auch keine stationären Aufenthalte vorgesehen. Insgesamt kann er im Alltag gut mit seiner Erkrankung umgehen, weshalb er nie länger als zwei Wochen wegen seiner Panikstörung arbeitsunfähig war und ihm auch kein Berufswechsel angeraten wurde.

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Quelle: Jacobi et al. 2014

Im November 2021 ist bei Herrn K. eine Divertikulitis aufgetreten. Diese machte sich durch Beschwerden wie Bauchschmerzen und Fieber bemerkbar und wurde mithilfe einer Ultraschalluntersuchung diagnostiziert. Er wurde knapp eine Woche stationär mit Antibiotika behandelt und ist seit seiner Entlassung komplett beschwerdefrei. Ihm wurde angeraten, sich einen Monat lang zu schonen und war daher bis Anfang des darauffolgenden Monats von der Arbeit befreit. Eine Darmspiegelung im Januar 2022 ergab, dass die Divertikulitis vollständig ausgeheilt ist.

Mit der anonymisierten Risikovoranfrage zum erfolgreichen Vertragsabschluss

Da bei Herrn K. mehrere Risikofaktoren vorliegen, hat er uns zur Unterstützung für seine Antragstellung kontaktiert, um auf der sicheren Seite zu sein. Im Beratungsgespräch konnte uns unser Mandant seine Ausgangssituation und seine Ansprüche an eine Risikolebensversicherung zunächst ausführlich schildern.

Im nächsten Schritt füllte er einen allgemeinen Fragebogen zur Risikovoranfrage sowie zwei zusätzliche Fragebögen zum psychosomatischen Beschwerdekomplex sowie zu Magen-, Darm- und Speiseröhrenerkrankungen aus. Zudem reichte er uns im Zusammenhang mit seiner Panikstörung einen ärztlichen Bericht aus seiner Verhaltenstherapie ein. Eine detaillierte und wahrheitsgemäße Beschreibung des Gesundheitszustandes und der Vorerkrankungen sind essenziell, da auf diese Weise der Versicherer die Möglichkeit hat, das Risiko bestmöglich einzuschätzen.

Die von unserem Mandanten eingereichten Dokumente wurden anonymisiert, sodass die Versicherer nicht die Möglichkeit hatten, direkt Rückschlüsse auf Herrn K. zu schließen. Die Methode der anonymisierten Risikovoranfrage ermöglicht uns nicht nur mehrere Angebote von verschiedenen Versicherern untereinander zu vergleichen, sondern vermeidet auch Antragsablehnungen, falls ein Versicherer nicht bereit ist, Versicherungsschutz zu bieten.

Warum ist eine nicht anonymisierte Antragsablehnung nachteilig?

In der Regel erfolgt im Falle einer Ablehnung ein Eintrag in das sogenannte Hinweis- und Informationssystem (HIS) der Deutschen Versicherungswirtschaft. Ein solcher HIS-Eintrag senkt jedoch die Aussichten auf eine erfolgreiche Antragstellung erheblich, da eine Vielzahl von Versicherungsunternehmen auf das HIS zugreifen kann. Stellt sich im Rahmen einer Antragsprüfung heraus, dass zuvor schon ein Antrag abgelehnt wurde, wird nicht selten der Antrag ohne jedwede Prüfung erneut kategorisch abgelehnt wird.

Für unseren Mandanten Herrn K. erhielten wir sowohl Ablehnungen, aber auch Angebote mit einem Beitragszuschlag. Schließlich wählten wir nach gemeinsamer Absprache mit Herrn K. einen Versicherer aus München aus. Im Vertrag wurde eine gleichbleibende Versicherungssumme von 200.000 Euro über 24 Jahre vereinbart. Der monatliche Beitrag für die Risikolebensversicherung, mit dem die Familie von Herrn K. nun finanziell abgesichert ist, beträgt 59,39 Euro.

Wir sind Ihr Ansprechpartner bei Fragen zum Thema Lebensversicherungen!

Sie sind auf der Suche nach einer Risikolebensversicherung und wünschen Unterstützung bei der Antragstellung? Mit unserer langjährigen Erfahrung im Bereich Risikolebensversicherungen finden wir auch bei Vorerkrankungen und anderen Risikofaktoren eine passende Versicherungslösung. Kontaktieren Sie uns hierfür gerne kostenlos und unverbindlich für eine professionelle Beratung!

Sie möchten sich näher zu unserem Vorgehen informieren? Dann erfahren Sie mehr über unsere Vorgehensweise bei der Antragstellung, mit der ein Eintrag in die Sonderwagniskartei vermieden wird.