sterbegeldVersicherung
Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit

Es lohnt sich ein genauer Blick auf die unterschiedlichen Angebote. Denn eine kurze Wartezeit bedeutet nicht automatisch, dass anschließend sofort 100 % der vereinbarten Versicherungssumme zur Verfügung stehen. Je nach Versicherer und Tarif gibt es unterschiedliche Modelle ab wann der Versicherungsschutz zu 100 % greift, die wir auf dieser Seite erläutern.

Deshalb betrachten wir bei Schnittker Versicherungsmakler nicht nur die angegebene Wartezeit. Entscheidend ist insbesondere: Ab wann erhalten Ihre Angehörigen bei einem natürlichen Todesfall tatsächlich 100 % der vereinbarten Versicherungssumme?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit ermöglicht je nach Tarif einen sofortigen Versicherungsschutz bei natürlichem Tod.
  • Ohne Wartezeit bedeutet nicht automatisch ohne Gesundheitsfragen – für den Sofortschutz kann eine Gesundheitserklärung erforderlich sein.
  • Wartezeit und volle Leistung sind nicht dasselbe: Bei einigen Tarifen wird die gesamte Versicherungssumme erst nach einer zusätzlichen Leistungsstaffel erreicht.
  • Entscheidend ist nicht die Wartezeit allein, sondern ab wann Ihre Angehörigen tatsächlich 100 % der vereinbarten Versicherungssumme erhalten.
  • Tarife ohne Gesundheitsfragen sind oft verfügbar, beinhalten jedoch häufig Wartezeiten oder eingeschränkte Leistungen in den ersten Jahren.
  • Einmalbeiträge können bei einigen Versicherern die Wartezeit verkürzen oder den sofortigen Versicherungsschutz ermöglichen.

Das Wichtigste zur Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit

Eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit kann sofortigen Versicherungsschutz bei natürlichem Tod ermöglichen. Dafür können vereinfachte Gesundheitsfragen bzw. eine Gesundheitserklärung erforderlich sein.

Wer keine Gesundheitsfragen beantworten möchte, findet zahlreiche Tarife ohne Gesundheitsprüfung. Diese haben jedoch häufig eine Wartezeit oder eingeschränkte Leistungen in der Anfangsphase. Der zugrunde liegende Leistungsvergleich weist für alle 24 untersuchten Tarifvarianten Möglichkeiten mit Verzicht auf Gesundheitsfragen aus.

Besonders wichtig ist außerdem die Leistungsstaffel. Das Ende der Wartezeit bedeutet nicht bei jedem Tarif automatisch, dass bereits 100 % der Versicherungssumme zur Verfügung stehen. Bei LV 1871 beispielsweise beträgt die Wartezeit sechs Monate; die volle Versicherungssumme kann bei laufender Beitragszahlung abhängig vom Eintrittsalter jedoch erst nach 12 bis 36 Monaten erreicht werden.

Bei Unfalltod gelten wiederum andere Regelungen. Im Leistungsvergleich ist bei allen 24 untersuchten Tarifvarianten ein Wartezeiterlass bei Unfalltod ausgewiesen.

Was bedeutet „Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit“?

Bei einer Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit gibt es für die entsprechende Todesfallleistung keine vorgeschaltete Wartefrist. Das ist von einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen zu unterscheiden.

BegriffWas bedeutet das?
Ohne WartezeitKeine vorgeschaltete Wartefrist für die entsprechende Todesfallleistung
Ohne GesundheitsfragenAbschluss ohne Beantwortung von Gesundheitsfragen
WartezeitIn der Anfangsphase besteht eine eingeschränkte Leistung
LeistungsstaffelDie Todesfallleistung steigt schrittweise
Sofortschutz bei UnfalltodSonderregelung bei Unfalltod; sagt nichts über die Wartezeit bei natürlichem Tod aus

Wichtig: Ohne Gesundheitsfragen ≠ ohne Wartezeit ≠ Sofortschutz bei Unfalltod.

Sterbegeldversicherung: Wartezeiten und volle Leistung im Vergleich

Unser Leistungsvergleich vom 02.10.2026 umfasst insgesamt 24 Tarifvarianten verschiedener Anbieter. Dabei vergleichen wir nicht nur die nominelle Wartezeit. Zusätzlich berücksichtigen wir, welche Leistung während der Anfangsphase vorgesehen ist und wann bei natürlichem Tod die volle Versicherungssumme erreicht wird.

AnbieterTarifWartezeitWarte-/Aufbauphase100 % VS natürlicher Tod
AllianzBestattungsSchutzbrief12 Mon. / 6 Mon.¹eingezahlte Beiträgenach 12 / 6 Mon.¹
BarmeniaGothaerSterbegeldversicherung24 Mon.eingezahlte Beiträgenach 24 Mon.
ContinentaleSterbegeldversicherung36 Mon.eingezahlte Beiträgenach 36 Mon.
DELAsorgenfrei Leben24 Mon. / keine²80 % der Beiträge³nach 24 Mon. / sofort²
Die BayerischeSterbegeld (SterbG)12–36 Mon.⁴ / 6 Mon.¹eingezahlte Beiträgenach 12–36 Mon.⁴ / 6 Mon.¹
ERGOGrundschutz36 Mon.eingezahlte Beiträgenach 36 Mon.
ERGOKomfort18 Mon.eingezahlte Beiträgenach 18 Mon.
ERGOPremium18 Mon.eingezahlte Beiträgenach 18 Mon.
HannoverscheSterbegeld Basis12–36 Mon.⁵eingezahlte Beiträgenach gewählter Wartezeit⁵
HannoverscheSterbegeld Plus12–36 Mon.⁵eingezahlte Beiträgenach gewählter Wartezeit⁵
HannoverscheSterbegeld Exklusiv12–36 Mon.⁵eingezahlte Beiträgenach gewählter Wartezeit⁵
HanseMerkurSenior Care36 Mon.eingezahlte Beiträgenach 36 Mon.
IDEALSterbeGeldpur36 Mon.eingezahlte Beiträgenach 36 Mon.
IDEALSterbeGeldpur+36 Mon.eingezahlte Beiträgenach 36 Mon.
IDEALSterbeGeld18 Mon. / 6 Mon.¹Leistungsstaffel⁶ab 19. / 7. Monat¹
IDEALBestattungsVorsorge18 Mon. / 6 Mon.¹Leistungsstaffel⁶ab 19. / 7. Monat¹
InterRiskAK12SG 25+12 Mon.eingezahlte Beiträgenach 12 Mon.
InterRiskAK12SG12 Mon. / 6 Mon.¹eingezahlte Beiträgenach 12 / 6 Mon.¹
LV 1871 / Delta DirektComfort (VR0)6 Mon.Beitragsregelung + Staffel⁷12–36 Mon.⁷
LV 1871 / Delta DirektComfort Plus (SV)6 Mon.Beitragsregelung + Staffel⁷12–36 Mon.⁷
LV 1871 / Delta DirektPremium (SVP)6 Mon.Beitragsregelung + Staffel⁷12–36 Mon.⁷
StuttgarterBestattungsVorsorge18 Mon. / keine¹Leistungsstaffel⁸ab 19. Monat / sofort¹
VPVSterbegeldversicherung Basis36 Mon.eingezahlte Beiträgeab 4. Versicherungsjahr
VPVSterbegeldversicherung Premium12–36 Mon.⁹eingezahlte Beiträgenach 12–36 Mon.⁹

Erläuterungen zur Vergleichstabelle

¹ Einmalbeitrag: Die zweite Angabe gilt für die entsprechende Variante mit Einmalbeitrag. Die Möglichkeit eines Einmalbeitrags unterscheidet sich zwischen den Tarifen.
² DELA: Ohne Gesundheitserklärung beträgt die Wartezeit 24 Monate. Bei Abgabe der vorgesehenen Gesundheitserklärung entfällt die Wartezeit.
³ DELA während der Wartezeit: Laut Vergleich werden 80 % der eingezahlten Beiträge erstattet; bei Einmalbeitrag sind 90 % ausgewiesen.
⁴ Die Bayerische: Bei laufender Beitragszahlung: bis 49 Jahre 36 Monate, 50–59 Jahre 24 Monate und ab 60 Jahre 12 Monate. Bei Einmalbeitrag sind sechs Monate ausgewiesen.
⁵ Hannoversche: Für Basis, Plus und Exklusiv weist der Vergleich eine flexibel wählbare Wartezeit von 12 bis 36 Monaten aus.
⁶ IDEAL: Bei laufender Beitragszahlung: 1.–9. Monat Erstattung der eingezahlten Beiträge, 10.–12. Monat 25 %, 13.–15. Monat 50 %, 16.–18. Monat 75 %, ab 19. Monat volle Versicherungssumme. Bei Einmalbeitrag: 1.–6. Monat Erstattung des Einmalbeitrags, ab 7. Monat volle Versicherungssumme.
⁷ LV 1871 / Delta Direkt: Die Wartezeit beträgt sechs Monate. Anschließend folgt bei laufender Beitragszahlung eine vom Alter bei Vertragsabschluss abhängige Leistungsstaffel. Volle Versicherungssumme: bis 44 Jahre nach 36 Monaten, 45–49 Jahre nach 30 Monaten, 50–54 Jahre nach 24 Monaten, 55–59 Jahre nach 18 Monaten, ab 60 Jahre nach 12 Monaten. In den ersten sechs Monaten werden laut Vergleich die eingezahlten Beiträge abzüglich 100 Euro erstattet.
⁸ Stuttgarter: Bei laufender Beitragszahlung werden zunächst Beiträge erstattet. Ab dem 10. Monat steigt die Leistung monatlich von 3/12 bis 11/12 der Versicherungssumme im 18. Monat; ab dem 19. Monat volle Versicherungssumme. Bei Einmalbeitrag weist der Vergleich keine Wartezeit aus.
⁹ VPV Premium: Wartezeit bis 39 Jahre 36 Monate, 40–59 Jahre 24 Monate und ab 60 Jahre 12 Monate.

Warum Wartezeit nicht gleich volle Leistung bedeutet

Eine kurze Wartezeit sagt allein noch nicht, wie hoch die Leistung unmittelbar danach ist. Ein Tarif mit zwölf Monaten Wartezeit und anschließend 100 % Versicherungssumme kann in der Anfangsphase anders wirken als ein Tarif mit sechs Monaten Wartezeit, auf die noch eine Leistungsstaffel folgt.

Für die Angehörigen ist daher die praktische Frage entscheidend: Wie viel wird tatsächlich ausgezahlt, wenn die versicherte Person beispielsweise im 7., 12., 18. oder 24. Monat eines natürlichen Todes verstirbt?

Deshalb sollte neben der Wartezeit immer ein zweiter Wert betrachtet werden: 100 % Versicherungssumme ab wann?

Folgende Grafik stellt den Zusammenhang zwischen Wartezeit und Leistung graphisch dar:

Infografik zur Wartezeit bei einer Sterbegeldversicherung mit Erklärung von Teilleistungen während der Wartezeit, voller Leistung nach Ablauf und möglichen Tarifen ohne Wartezeit.

Beispiel LV 1871: 6 Monate Wartezeit, aber 12 bis 36 Monate bis zur vollen Leistung

Die Frage wird häufig gestellt – lässt sich aber nicht sinnvoll mit einem einzigen Versicherer beantworten. Ein Tarif kann beispielsweise eine kurze Wartezeit haben, während ein anderer ein höheres Eintrittsalter ermöglicht. Wieder ein anderer bietet eine höhere Versicherungssumme oder zusätzliche Leistungen.

Die Tarife Comfort, Comfort Plus und Premium der LV 1871 verdeutlichen diesen Unterschied besonders gut. Nach der sechsmonatigen Wartezeit folgt bei laufender Beitragszahlung eine altersabhängige Staffel.

Alter bei Vertragsabschluss7. Monat8. MonatVolle VS
bis 44 Jahre6/367/36nach 36 Monaten
45–49 Jahre6/307/30nach 30 Monaten
50–54 Jahre6/247/24nach 24 Monaten
55–59 Jahre6/187/18nach 18 Monaten
ab 60 Jahre6/127/12nach 12 Monaten

Rechenbeispiel

Eine 42-jährige Person vereinbart 12.000 Euro Versicherungssumme. Bei natürlichem Tod im 7. Monat ergeben 12.000 € × 6/36 = 2.000 €. Im 8. Monat ergeben 12.000 € × 7/36 = 2.333,33 €. Die vollen 12.000 Euro werden bei diesem Eintrittsalter erst nach 36 Monaten erreicht.

Genau deshalb reicht die Angabe „6 Monate Wartezeit“ für einen aussagekräftigen Vergleich nicht aus.

Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit mit vereinfachten Gesundheitsfragen

Eine häufige Sorge lautet: Muss ich für eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit eine umfangreiche Gesundheitsprüfung durchlaufen?

Das muss nicht der Fall sein. Gesundheitsfragen können bei Sterbegeldversicherungen vergleichsweise kompakt und vereinfacht ausgestaltet sein. Statt eines umfangreichen Fragenkatalogs kann eine Gesundheitserklärung beispielsweise bestimmte Erkrankungsgruppen innerhalb eines festgelegten Zeitraums abfragen. Wie diese Fragen aussehen, ist vom jeweiligen Versicherer und Tarif abhängig.

Beispiel: vereinfachte Gesundheitserklärung bei DELA

Beim Tarif DELA sorgenfrei Leben gibt es nach den vorliegenden Unterlagen eine Variante mit Gesundheitserklärung ohne Wartezeit sowie eine Variante ohne Gesundheitserklärung mit 24 Monaten Wartezeit.

Mit GesundheitserklärungOhne Gesundheitserklärung
Gesundheitsangabenjanein
Wartezeit natürlicher Todkeine24 Monate
Schutz bei natürlichem Tod ab Beginnjaeingeschränkte Anfangsleistung
Schutz bei Unfalltod ab Beginnjaja

Die Gesundheitserklärung ist vergleichsweise überschaubar. Nach dem vorliegenden Beispiel bestätigt die versicherte Person, aktuell und innerhalb der vergangenen fünf Jahre wegen bestimmter Erkrankungen nicht in ärztlicher Behandlung gewesen zu sein. Genannt werden insbesondere:

  • Krebserkrankungen bzw. Tumore
  • Herz- und Gefäßkrankheiten
  • Alkohol- oder Drogensucht
  • HIV/Aids
  • psychische oder neurologische Störungen
  • Erkrankungen innerer Organe
  • Blutkrankheiten
  • Diabetes mellitus

Zusätzlich wird danach gefragt, ob innerhalb der vergangenen zwei Jahre apothekenpflichtige Medikamente länger als sechs Wochen ununterbrochen verwendet wurden. Nicht genannt werden müssen nach dem vorliegenden DELA-Beispiel Medikamente gegen Heuschnupfen/Allergien, Gicht bzw. erhöhte Harnsäurewerte, die Anti-Babypille sowie Medikamente für Schilddrüse oder erhöhte Magensäure.

Wichtig: Eine Vorerkrankung bedeutet nicht automatisch, dass eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit ausgeschlossen ist. Entscheidend ist, was der jeweilige Versicherer konkret fragt, für welchen Zeitraum die Frage gilt und ob die Fragen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden können.

Ohne Gesundheitsfragen oder ohne Wartezeit – was ist wichtiger?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Es hängt von der persönlichen Situation und dem gewünschten Versicherungsschutz ab.

Mit vereinfachten GesundheitsfragenOhne Gesundheitsfragen
Gesundheitsangabenerforderlichkeine
Umfangje nach Tarif vergleichsweise kompaktentfällt
Wartezeitkann entfallenhäufig vorhanden
Leistung ab Versicherungsbeginnje nach Tarif volle Leistung möglichbei natürlichem Tod häufig eingeschränkt
Leistungsstaffeltarifabhängigteilweise vorhanden
Konkrete Tarifprüfungsinnvollsinnvoll

Wer Vorerkrankungen hat, sollte daher nicht automatisch davon ausgehen, dass nur ein Tarif ohne Gesundheitsfragen infrage kommt. Zunächst kann geprüft werden, welche vereinfachten Gesundheitsfragen ein Versicherer tatsächlich stellt.

Kann die Gesundheitserklärung wahrheitsgemäß abgegeben werden, kann möglicherweise ein Tarif mit sofortigem Versicherungsschutz bei natürlichem Tod infrage kommen. Ist dies nicht möglich oder möchte man keine Gesundheitsfragen beantworten, können Tarife ohne Gesundheitsfragen eine Alternative darstellen. Dann werden Wartezeit, Leistung während der Wartezeit und eine mögliche Leistungsstaffel besonders wichtig.

Folgende Grafik dient als Entscheidungshilfe, welche Sterbegeldversicherung zu Ihrer Situation passt:

Infografik zur Entscheidung zwischen einer Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit und einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen mit Vorteilen, Nachteilen und möglichen Lösungen.

Einmalbeitrag: Kann dadurch die Wartezeit verkürzt werden?

Bei einigen Tarifen ja. Der Vergleich zeigt beispielsweise:

TarifLaufende BeitragszahlungEinmalbeitrag
Allianz BestattungsSchutzbrief12 Monate6 Monate
Bayerische Sterbegeld12–36 Monate, altersabhängig6 Monate
IDEAL SterbeGeld18 Monate / Staffelab 7. Monat volle VS
IDEAL BestattungsVorsorge18 Monate / Staffelab 7. Monat volle VS
InterRisk AK12SG12 Monate6 Monate
Stuttgarter BestattungsVorsorge18 Monate / Staffelkeine Wartezeit

Wer über entsprechendes Kapital verfügt, sollte deshalb neben der laufenden Beitragszahlung auch prüfen lassen, ob ein Einmalbeitrag für die persönliche Vorsorgesituation interessant sein kann.

Welche Rolle spielt das Eintrittsalter?

Das Eintrittsalter kann die Anfangsleistung erheblich beeinflussen. Bei der Bayerischen beträgt die Wartezeit bei laufender Beitragszahlung laut Vergleich bis 49 Jahre 36 Monate, von 50 bis 59 Jahren 24 Monate und ab 60 Jahren 12 Monate.

VPV Premium arbeitet ebenfalls mit altersabhängigen Wartezeiten: bis 39 Jahre 36 Monate, von 40 bis 59 Jahren 24 Monate und ab 60 Jahren 12 Monate.

Bei LV 1871 beträgt die Wartezeit zunächst sechs Monate. Das Alter bei Vertragsabschluss entscheidet jedoch darüber, wie lange die anschließende Staffel bis zur vollen Versicherungssumme dauert. Das zeigt, warum ein Tarifvergleich immer mit dem konkreten Eintrittsalter durchgeführt werden sollte.

Was passiert bei einem Todesfall während der Wartezeit?

Auch hier unterscheiden sich die Tarife. Bei vielen untersuchten Angeboten werden bei natürlichem Tod während der Wartezeit die eingezahlten Beiträge erstattet. DELA sieht in der entsprechenden Variante laut Vergleich 80 % der eingezahlten Beiträge vor. Andere Tarife arbeiten nach einer ersten Phase mit anteiligen Leistungen aus der Versicherungssumme.

Bei VPV Basis gilt beispielsweise in den ersten drei Versicherungsjahren die Summe der gezahlten Beiträge als Todesfallleistung, begrenzt auf die vereinbarte Versicherungssumme. Ab dem vierten Versicherungsjahr wird die volle Versicherungssumme ausgezahlt.

Deshalb sollte vor Vertragsabschluss geklärt werden: Was erhalten meine Angehörigen konkret, wenn ich während der ersten Versicherungsmonate sterbe?

Was gilt bei Unfalltod?

Unfalltod muss getrennt vom natürlichen Tod betrachtet werden. Der Leistungsvergleich weist bei allen 24 untersuchten Tarifvarianten einen Wartezeiterlass bei Unfalltod aus. Die konkrete Höhe der Leistung kann sich jedoch unterscheiden.

Bei der Hannoverschen besteht laut vorliegender Produktübersicht bei Unfalltod bereits ab Antragseingang Versicherungsschutz; je nach Tarif können weitere Leistungen wie eine Verdopplung der Versicherungssumme bei Unfalltod hinzukommen.

Sofortschutz bei Unfalltod bedeutet nicht automatisch, dass auch bei natürlichem Tod keine Wartezeit besteht.

Vergleich
7 Punkte, die Sie bei einer Sterbegeldversicherung vergleichen sollten

  • 1. Wartezeit: Wie lange besteht bei natürlichem Tod eine eingeschränkte Leistung?
  • 2. Leistung während der Wartezeit: Werden Beiträge erstattet oder bereits Teile der Versicherungssumme gezahlt?
  • 3. Leistungsstaffel: Folgt nach der eigentlichen Wartezeit noch eine Aufbauphase?
  • 4. 100-%-Zeitpunkt: Ab wann steht bei natürlichem Tod tatsächlich die vollständige Versicherungssumme zur Verfügung?
  • 5. Gesundheitsfragen: Gibt es keine, vereinfachte oder andere Gesundheitsfragen und kann dadurch eine Wartezeit vermieden werden?
  • 6. Unfalltod: Welche Leistung gilt bei Unfalltod ab Versicherungsbeginn?
  • 7. Zahlungsweise: Kann ein Einmalbeitrag die Wartezeit oder Anfangsleistung verändern?
So funktioniert eine Sterbegeldversicherung: Vorsorge auswählen, Versicherungssumme festlegen, Beiträge zahlen und Auszahlung der Versicherungssumme im Todesfall an die Bezugsberechtigten.

Welche Sterbegeldversicherung passt zu meiner Situation?

Warum eine persönliche Beratung bei der Sterbegeldversicherung sinnvoll ist

Die Vergleichstabelle zeigt: Eine Sterbegeldversicherung besteht aus deutlich mehr als Versicherungssumme und Monatsbeitrag. Bei einem Tarif entscheidet das Eintrittsalter über die Wartezeit. Bei einem anderen folgt nach einer kurzen Wartezeit eine längere Leistungsstaffel. Ein weiterer Tarif ermöglicht durch einen Einmalbeitrag eine kürzere Wartezeit. Und bei einem Tarif kann eine vereinfachte Gesundheitserklärung dazu führen, dass die Wartezeit vollständig entfällt.

Genau deshalb sollte nicht einfach der Tarif mit der kürzesten angegebenen Wartezeit ausgewählt werden.

Schnittker Versicherungsmakler betrachtet Ihre persönliche Situation

In der Beratung geht es zunächst darum, welche Absicherung Sie tatsächlich benötigen. Dazu gehören insbesondere folgende Fragen:

  • Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?
  • Ist sofortiger Versicherungsschutz bei natürlichem Tod wichtig?
  • Welche konkreten Gesundheitsfragen stellt der jeweilige Versicherer?
  • Bestehen Vorerkrankungen, die nach dem konkreten Wortlaut der Fragen relevant sind?
  • Möchten Sie grundsätzlich keine Gesundheitsfragen beantworten?
  • Wie schnell soll die volle Versicherungssumme zur Verfügung stehen?
  • Kommt eine laufende Beitragszahlung oder ein Einmalbeitrag infrage?

Unser Beratungsansatz: Nicht die kürzeste Wartezeit auf dem Papier entscheidet. Entscheidend ist, welche Leistung zu welchem Zeitpunkt besteht und welche Absicherung zu Ihrer persönlichen Situation passt.

Häufige Fragen zur Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit

Ja, entsprechende Tarifvarianten gibt es. In den vorliegenden Daten ist beispielsweise bei DELA bei Abgabe einer Gesundheitserklärung keine Wartezeit ausgewiesen. Ohne Gesundheitserklärung gelten dort 24 Monate.

Nicht zwangsläufig. Gesundheitsfragen können bei Sterbegeldversicherungen vergleichsweise kompakt und vereinfacht ausgestaltet sein. Entscheidend ist der konkrete Fragenkatalog des jeweiligen Versicherers.

Eine Vorerkrankung allein beantwortet diese Frage nicht. Entscheidend ist, welche Gesundheitsfragen der jeweilige Versicherer stellt und ob diese wahrheitsgemäß beantwortet werden können. Alternativ gibt es Tarife ohne Gesundheitsfragen, bei denen jedoch Wartezeiten oder eingeschränkte Anfangsleistungen gelten können.

Ja. Der vorliegende Leistungsvergleich weist für die untersuchten Tarifvarianten Möglichkeiten mit Verzicht auf Gesundheitsfragen aus. Die jeweiligen Wartezeiten und Anfangsleistungen unterscheiden sich allerdings erheblich.

Nein. LV 1871 ist dafür ein gutes Beispiel. Nach sechs Monaten folgt bei laufender Beitragszahlung eine vom Eintrittsalter abhängige Leistungsstaffel. Die volle Versicherungssumme wird nach den vorliegenden Vergleichsdaten nach 12 bis 36 Monaten erreicht.

Bei einer Leistungsstaffel steigt die Todesfallleistung schrittweise. Statt sofort die gesamte Versicherungssumme auszuzahlen, können zunächst nur bestimmte Anteile versichert sein.

Das hängt vom Tarif und von der Todesursache ab. Bei natürlichem Tod sehen viele der untersuchten Tarife beispielsweise eine Erstattung der eingezahlten Beiträge vor. Andere Regelungen sind ebenfalls möglich.

Bei den Tarifvarianten des Leistungsvergleichs ist ein Wartezeiterlass bei Unfalltod ausgewiesen. Die konkrete Leistung bei Unfalltod muss jedoch für den jeweiligen Tarif betrachtet werden.

Bei einigen Tarifen ja. Der Leistungsvergleich zeigt beispielsweise verkürzte Wartezeiten bei Allianz, Bayerische, IDEAL und InterRisk sowie bei der Stuttgarter eine Variante ohne Wartezeit bei Einmalbeitrag.

Weil eine kurze Wartezeit allein wenig darüber aussagt, welcher Tarif zur persönlichen Situation passt. Eintrittsalter, Gesundheitsfragen, Leistungsstaffel, Versicherungssumme und Zahlungsweise können die tatsächliche Absicherung erheblich beeinflussen.