Berufsunfähigkeitsversicherung
Absicherung trotz riskanter Hobbys – Automobilsport

Der Automobilsport begeistert viele Menschen – vom Slalomfahren über Kart‑Rennen bis hin zu anspruchsvollen Langstreckenveranstaltungen. Für die Berufsunfähigkeitsversicherung gehört dieser Bereich jedoch zu den Tätigkeiten, die besonders sorgfältig und dteailliert geprüft werden.


Versicherer bewerten Automobilsport bei der Prüfung auf Versicherbarkeit in der Berufsunfähigkeitsversicherung deutlich strenger als in der Risikolebensversicherung. Viele Aktivitäten, die dort noch mit einem Zuschlag versicherbar sind, führen in der BU zu hohen Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder direkten Ablehnungen.

Automobilsport als Risikofaktor in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Im BU‑Antrag werden motorsportliche Tätigkeiten sehr detailliert abgefragt. Dazu gehören unter anderem:

  • Art des Motorsports (z. B. Slalom, Auto‑Cross, Bergrennen, Langstrecke, Crash‑Rennen, Dragster, Kart)
  • Fahrzeugtyp (Tourenwagen, Formel‑Fahrzeug, Sportwagen, LKW‑Rennfahrzeug, Traktor)
  • Fahrzeugdaten (Leistung, Höchstgeschwindigkeit, Umbauten, Baujahr)
  • Nutzung (Freizeit, Training, Wettbewerbe, Lehrgänge)
  • Wettbewerbsteilnahmen (Anzahl der Rennen, Art der Rennserie, Veranstalter)
  • Teamzugehörigkeit (Privatteam, Werksteam)
  • berufliche oder gesponserte Tätigkeit

Diese Angaben entscheiden darüber, ob eine BU‑Absicherung möglich ist – und zu welchen Konditionen.

Bewertung einzelner Automobilsportarten in der BU

Die folgenden Einschätzungen spiegeln typische Entscheidungen der Versicherer wider. Sie dienen als Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Prüfung.

Ein 24‑Stunden‑Rennen wird in der BU eher nicht versicherbar sein. → Regelfall: Ablehnung.

Auto‑Cross wird kritisch gesehen. → voraussichtlich 75–125 % Risikozuschlag.

Beim Auto‑Slalom ist die Chance groß, dass eine normale Annahme erfolgt. → meist normale Annahme.

Bergrennen wird von Versicherern eher kritisch bewertet. → Tendenz: Ablehnung.

Crash‑Rennen könnte versicherbar sein, allerdings nur mit deutlichem Zuschlag. → mindestens ca. 100 % Risikozuschlag.

Dragster‑Rennen werden in der BU kaum akzeptiert. → Regelfall: Ablehnung.

Fahrsicherheitstraining wird zweigeteilt betrachtet:

  • ohne Rennen: meist normale Annahme
  • mit Rennen: mindestens ca. 50 % Zuschlag

Go‑Kart wird unterschiedlich bewertet:

  • Freizeit: meist normale Annahme
  • Rennen bei Personen unter ca. 20 Jahren: individuelle Prüfung
  • Rennen bei Erwachsenen: ca. 50–100 % Zuschlag

Langstreckenrennen werden in der BU mit hoher Wahrscheinlichkeit abgelehnt. → Regelfall: Ablehnung.

Truck‑Rennen können unter Umständen angenommen werden, jedoch nur mit massivem Zuschlag. → mindestens ca. 75 %.

Oldtimer werden häufig problemlos versichert, sofern gleichmäßig gefahren wird.

  • Gleichmäßigkeitsfahrten: normale Annahme.
  • Rennen: individuelle Prüfung.

Tourenwagenrennen bis hin zur Formel 1 werden in der BU nicht abgesichert. → Regelfall: Ablehnung.

Sportfahrerlehrgänge auf Rennstrecken führen meist zu einem deutlichen Zuschlag. → mindestens ca. 50 %.

Stock‑Car‑Rennen und Stoppelfeldrennen werden sehr kritisch gesehen. → mindestens doppelter Beitragszuschlag.

Auch Traktorrennen werden streng bewertet. → mindestens ca. 50 % Zuschlag.

Was Versicherer konkret wissen wollen – zusammengefasst

1. Art des Motorsports

  • Auto‑Slalom
  • Auto‑Cross
  • Kart
  • Bergrennen
  • Langstrecke
  • Crash‑Rennen
  • Dragster
  • Stock‑Car
  • Traktorrennen

2. Fahrzeugdaten

  • Leistung
  • Höchstgeschwindigkeit
  • Umbauten
  • Baujahr
  • Fahrzeugtyp (Formel, Tourenwagen, Sportwagen, LKW)

3. Nutzung & Wettbewerbe

  • Freizeit
  • Training
  • Sportfahrerlehrgänge
  • Wettbewerbe
  • Anzahl der Rennen
  • Art der Rennserie
  • Veranstalter

4. Team & Tätigkeit

  • Privatteam
  • Werksteam
  • Sponsoring
  • nebenberufliche oder berufliche Ausübung

Diese Angaben entscheiden darüber, ob eine BU‑Absicherung möglich ist – und zu welchen Konditionen.

Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade bei der Ausübung von Automobilsport ist eine anonymisierte Risikovoranfrage sehr sinnvoll. Damit lassen sich:

  • Zuschläge
  • Ausschlüsse
  • Ablehnungen

vorab klären, ohne dass ein Eintrag in der Sonderwagnisdatei der Lebensversicherer erfolgt.

Wir fragen mehrere Versicherer gleichzeitig anonymisiert und unverbindlich an und geben Ihnen einen Überblick über die Antworten und realistischen Optionen.

Sonderaktionen für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Einige Versicherer bieten zeitweise Tarife an, bei denen keine Fragen nach risikoreichen Hobbys gestellt werden. Für riskante Automobilsportarten wie Crash‑Rennen, Dragster oder Langstreckenrennen kann das die einzige Möglichkeit sein, überhaupt eine Absicherung gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit zu erhalten.

Wir prüfen für Sie, ob aktuell passende Aktionen verfügbar sind – gerne auch für eine Risikolebensversicherung bei diesem Hobby.

Kontaktieren Sie mich gern: