Aus der Praxis:
Risikolebensversicherung trotz Herzinfarkt & Stentversorgung

Herr Ku., 39 Jahre alt, verheiratet und beruflich voll aktiv, wollte eine Immobilienfinanzierung absichern. Aufgrund seiner Vorgeschichte – ein schwerer Hinterwandinfarkt im Alter von nur 35 Jahren, zwei Stents in der rechten Koronararterie und mehrere kardiovaskuläre Risikofaktoren – war der Abschluss einer Risikolebensversicherung jedoch nicht möglich. In diesem Praxisfall zeigen wir, wie wir dennoch eine sinnvolle Absicherungslösung finden konnten.

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Die Ausgangssituation: Absicherung einer Immobilienfinanzierung

Herr Ku. suchte eine Absicherung für ein laufendes Immobiliendarlehen. Die Herausforderung: Seine Herzvorgeschichte ist für Versicherer ein erheblicher Risikofaktor.

Der medizinische Hintergrund: Herzinfarkt mit 35 Jahren

Im Januar 2020 erlitt Herr Ku. einen akuten Hinterwandinfarkt (NSTEMI). In Tschechien wurden zwei Stents in die rechte Koronararterie implantiert. Seitdem befindet er sich in regelmäßiger kardiologischer Kontrolle.

Aktueller kardiologischer Status (Mai 2025)

Die vorliegenden Befunde zeigen:

  • stabile koronare Herzkrankheit
  • gute linksventrikuläre Funktion (EF ca. 60 %)
  • Hypokinesie der Hinterwand, aber keine relevante Einschränkung
  • keine Angina pectoris, keine Rhythmusstörungen
  • unauffällige Ergometrie
  • Blutdruck gut eingestellt (120/80)
  • regelmäßige Medikation: ASS, Rosuvastatin, Ramipril

Risikofaktoren laut Arztbericht

  • Hypercholesterinämie
  • früherer Nikotinkonsum
  • erniedrigtes HDL
  • genetischer Risikofaktor Lipoprotein(a) noch unbestimmt
  • latente Hyperthyreose in der Vorgeschichte

Der Kardiologe empfiehlt jährliche Kontrollen und stuft Herrn Ku. weiterhin als kardiologisch gefährdet ein.

Exkurs:
Warum Herzinfarkte für Versicherer ein Hochrisiko sind

Versicherer bewerten Herzinfarkte – insbesondere in jungen Jahren – als stark erhöhtes Sterblichkeitsrisiko. Relevant sind:

  • Alter beim Infarkt
  • Anzahl und Lage der Stents
  • verbliebene Wandbewegungsstörungen
  • Risikofaktoren wie Cholesterin, Blutdruck, Nikotin
  • Prognose laut Kardiologe

Ein Infarkt mit 35 Jahren gilt statistisch als Hochrisiko, weshalb klassische Risikolebensversicherer fast immer ablehnen.

Versicherungsabschluss trotz Infarkt dank professioneller Beratung möglich

Trotz vollständiger medizinischer Aufbereitung und Vorlage aller kardiologischen Befunde:

  • kein Versicherer war bereit, ein Angebot abzugeben
  • keine Annahme, weder mit Zuschlag noch mit Ausschlüssen
  • selbst Anbieter, die sonst bei Herzerkrankungen flexibel sind, lehnten ab

Damit war klar: Eine klassische Risikolebensversicherung ist aktuell nicht möglich.

Die Lösung: Absicherung ohne Gesundheitsfragen

Um dennoch eine Absicherung für die Immobilienfinanzierung zu ermöglichen, wurde eine Alternative ohne Gesundheitsfragen gewählt:

Versicherung ohne Gesundheitsprüfung

  • Versicherungssumme: 132.000 €
  • Laufzeit: 15 Jahre
  • Monatliche Rente bei Arbeitsunfähigkeit: 2.200 €
  • Beitrag: 102,21 € pro Monat

Diese Lösung deckt zwar nicht die ursprünglich gewünschte Summe ab, bietet aber verlässlichen Schutz, ohne dass Gesundheitsdaten geprüft werden.

Für Herrn Ku. war dies ausreichend, da er davon ausgeht, das Darlehen innerhalb der Laufzeit vollständig zu tilgen.

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Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen

In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.