Aus der Praxis:
Abschluss einer Risikolebens-versicherung trotz Diabetes

Diabetes kann den Abschluss einer Risikolebensversicherung deutlich erschweren, aber nicht unbedingt verhindern. Wie die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss trotz Diabetes stehen und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen, erfahren Sie in der folgenden Übersicht.

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Risikolebensversicherung trotz Diabetes – ist das möglich?

Eine Diabetes-Erkrankung kann den Abschluss einer Risikolebensversicherung erschweren, bedeutet aber nicht automatisch, dass kein Versicherungsschutz möglich ist. Entscheidend ist nicht allein die Diagnose, sondern das individuelle Risiko.

Versicherer bewerten unter anderem, ob es sich um Diabetes Typ 1 oder Typ 2 handelt, wann die Erkrankung festgestellt wurde, wie der Diabetes behandelt wird und wie gut die Blutzuckerwerte eingestellt sind. Auch mögliche Folge- oder Begleiterkrankungen spielen bei der Gesundheitsprüfung eine wichtige Rolle.

Je nach individueller Situation kann ein Antrag auf eine Risikolebensversicherung trotz Diabetes vom Versicherer:

  • zunächst zurückgestellt werden oder
  • mit einem Risikozuschlag angeboten werden,
  • aktuell von einzelnen Versicherern nicht angeboten werden.

Eine pauschale Aussage ist unserer Erfahrung daher kaum möglich. Die Chancen hängen immer vom konkreten Krankheitsverlauf, den aktuellen Werten und den jeweiligen Annahmerichtlinien des Versicherers ab.

Wir unterstützen Sie dabei, die gesundheitlichen Angaben vollständig aufzubereiten und zunächst anonymisiert bei geeigneten Versicherern anzufragen. So lässt sich vor einem regulären Antrag besser einschätzen, welche Möglichkeiten für Sie bestehen.

Welche Faktoren sind bei Diabetes für den Versicherer wichtig?

Bei Diabetes interessiert den Versicherer vor allem, wie die Erkrankung verläuft, wie sie behandelt wird und ob bereits gesundheitliche Folgen aufgetreten sind.g

Wichtige Einflussfaktoren auf die Versicherbarkeit

  • Diabetes Typ 1 oder Typ 2
    Im Rahmen der Risikoprüfung, die Versicherer haben für Diabetes spezielle ergänzende Fragebögen, wird zunächst zwischen Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2 unterschieden. Beide Formen werden hinsichtlich ihrer Entstehung, Behandlung und möglichen Folgeerkrankungen unterschiedlich bewertet.
    Auch der Zeitpunkt der Diagnose ist relevant. Versicherer fragen häufig, wann der Diabetes festgestellt wurde und wie sich die Erkrankung seitdem entwickelt hat.
  • Aktuelle HbA1c-Werte
    Eine wichtige Information für die Risikoprüfung sind die aktuellen HbA1c-Werte. In der Regel sollten diese Werte möglichst aktuell sein und nicht länger als sechs Monate zurückliegen.
    Der HbA1c-Wert gibt einen Hinweis darauf, wie sich der Blutzucker in den vergangenen Wochen und Monaten eingestellt hat. Zusätzlich können Angaben zur Behandlung, zu den verwendeten Medikamenten sowie zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen erforderlich sein.
  • Unterzuckerungen und Bewusstseinsstörungen
    Versicherer fragen häufig danach, ob es in der Vergangenheit zu Unterzuckerungen gekommen ist. Von besonderer Bedeutung können dabei schwere Unterzuckerungen sein, die mit Bewusstseinsstörungen, einer Fremdhilfe oder einer Krankenhauseinweisung verbunden waren.
    Auch frühere Koma-Zustände oder andere Bewusstseinsstörungen sind relevant für die Bewertung. Wichtig sind dabei möglichst genaue Angaben zum Zeitpunkt, zur Häufigkeit und zum Verlauf.
  • Nierenerkrankungen und Eiweiß im Urin
    Diabetes kann mit Veränderungen der Nierenfunktion verbunden sein. Deshalb kann der Versicherer wissen wollen, ob eine Nierenerkrankung besteht oder früher bestanden hat.
    Auch Eiweiß im Urin, medizinisch häufig als Proteinurie bezeichnet, kann Bestandteil der Gesundheitsprüfung sein. Je nach Situation können Laborwerte, Arztberichte oder aktuelle Befunde angefordert werden.
  • Empfindungs- und Durchblutungsstörungen
    Weitere mögliche Fragen betreffen:
    – Empfindungsstörungen an den Füßen,
    – Taubheitsgefühle oder Kribbeln,
    – Nervenschädigungen,
    – Durchblutungsstörungen,
    – Wundheilungsstörungen sowie
    – besondere Veränderungen an Füßen oder Beinen.
    Dabei ist es wichtig, nicht nur eine Diagnose zu nennen, sondern auch anzugeben, wann Beschwerden aufgetreten sind, wie sie behandelt wurden und ob sie aktuell noch bestehen.
  • Herzerkrankungen, EKG-Veränderungen und Herzrhythmusstörungen
    Da Diabetes mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden sein kann, fragen Versicherer häufig nach entsprechenden Vorerkrankungen.
    Dazu können gehören:
    – Herzerkrankungen,
    – Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen des Herzens,
    – EKG-Veränderungen,
    – Herzrhythmusstörungen,
    – Bluthochdruck sowie
    – Untersuchungen oder Behandlungen beim Kardiologen.
    Auch unauffällige oder auffällige Untersuchungsergebnisse können für die individuelle Risikobewertung von Bedeutung sein.
  • Augenhintergrundveränderungen
    Im Rahmen der Diabeteskontrollen wird häufig auch der Augenhintergrund untersucht. Versicherer können daher nach Augenhintergrundveränderungen oder diabetischen Veränderungen an der Netzhaut fragen.
    Relevant können unter anderem sein:
    – auffällige Befunde bei der Netzhautuntersuchung,
    – diabetische Veränderungen am Augenhintergrund,
    – Laserbehandlungen,
    – Einschränkungen der Sehkraft oder
    – regelmäßige augenärztliche Kontrollen.
  • Hautveränderungen und andere Erkrankungen
    Zusätzlich können erkrankte oder auffällige Hautstellen abgefragt werden. Dazu zählen beispielsweise schlecht heilende Wunden, wiederkehrende Entzündungen oder andere behandlungsbedürftige Hautveränderungen.
    Darüber hinaus möchten Versicherer wissen, ob weitere Erkrankungen bestehen oder in der Vergangenheit behandelt wurden. Dazu können auch Beschwerden gehören, die auf den ersten Blick keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Diabetes haben.
  • Rauchen kann die Versicherungsprämie beeinflussen
    Neben der Diabetes-Erkrankung wird im Antrag meist auch das Rauchverhalten abgefragt. Dabei geht es nicht nur um Zigaretten.
    Versicherer können unter anderem wissen wollen, ob Sie rauchen oder geraucht haben beziehungsweise ob Sie folgende Produkte nutzen oder genutzt haben:
    – Zigaretten,
    – Zigarillos,
    – Zigarren,
    – Pfeife,
    – Shisha,
    – Wasserpfeife oder andere nikotinhaltige Produkte.
    Auch wenn Sie inzwischen Nichtraucher sind, kann der Zeitpunkt relevant sein, seit wann Sie nicht mehr rauchen. Die Angaben sollten vollständig und wahrheitsgemäß erfolgen, da sie Einfluss auf die Risikoprüfung und die Beitragshöhe haben können.

Welche Unterlagen können bei Diabetes wichtig sein?

Damit ein Versicherer das Risiko möglichst realistisch einschätzen kann, sollten die Gesundheitsangaben vollständig und nachvollziehbar zusammengestellt werden.

Je nach Situation können unter anderem folgende Informationen erforderlich sein:

  • Diabetes Typ 1 oder Typ 2,
  • Zeitpunkt der Erstdiagnose,
  • aktuelle Behandlung und Medikamente,
  • aktuelle HbA1c-Werte, möglichst nicht älter als sechs Monate,
  • Häufigkeit und Schwere von Unterzuckerungen,
  • Bewusstseinsstörungen oder Koma,
  • Nierenwerte und Eiweiß im Urin,
  • Empfindungsstörungen an den Füßen,
  • Durchblutungsstörungen,
  • Herzerkrankungen,
  • EKG-Veränderungen oder Herzrhythmusstörungen,
  • Augenhintergrundveränderungen,
  • Bluthochdruck,
  • Hautveränderungen oder schlecht heilende Wunden,
  • weitere Erkrankungen sowie
  • aktuelles und früheres Rauchverhalten.

Je nach Anbieter können zusätzlich Arztberichte, Laborwerte, Befundberichte oder Untersuchungsunterlagen angefordert werden.

Vorgehen:
Warum eine anonymisierte Risikoanfrage sinnvoll sein kann

Bei einer Vorerkrankung wie Diabetes ist es häufig sinnvoll, nicht sofort einen regulären Antrag bei einem einzelnen Versicherer zu stellen. Stattdessen kann zunächst eine anonymisierte Risikovoranfrage durchgeführt werden.

Dabei werden die relevanten gesundheitlichen Angaben ohne persönliche Identifikationsdaten an ausgewählte Versicherer übermittelt. Die Versicherer können daraufhin eine unverbindliche Einschätzung abgeben, ob und zu welchen Bedingungen Versicherungsschutz grundsätzlich möglich erscheint.

Der Vorteil: Sie erhalten zunächst einen Überblick über die Versicherbarkeit, ohne sich bereits für einen bestimmten Anbieter entscheiden zu müssen. Außerdem können die unterschiedlichen Einschätzungen und möglichen Risikozuschläge miteinander verglichen werden.

Eine anonymisierte Risikovoranfrage ersetzt keinen Versicherungsantrag. Vor dem endgültigen Abschluss müssen die Gesundheitsfragen des ausgewählten Versicherers vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden.

Unser Vorgehen kann wie folgt aussehen:

  1. Besprechung der persönlichen Situation
    Wir klären, welche Versicherungssumme und Laufzeit benötigt werden und welche Angaben zum Diabetes und zu weiteren Erkrankungen vorliegen.
  2. Zusammenstellung der Gesundheitsangaben
    Gemeinsam bereiten wir die Angaben zur Diagnose, Behandlung, zu aktuellen HbA1c-Werten sowie zu möglichen Folge- und Begleiterkrankungen strukturiert auf.
  3. Anonymisierte Risikovoranfrage
    Die aufbereiteten Informationen werden anonymisiert bei passenden Versicherern eingereicht.
  4. Auswertung der Rückmeldungen
    Wir vergleichen die Rückmeldungen hinsichtlich Versicherbarkeit, möglicher Risikozuschläge, Bedingungen und weiterer Anforderungen.
  5. Auswahl eines passenden Angebots
    Wenn eine passende Lösung dabei ist, kann der reguläre Antrag beim ausgewählten Versicherer gestellt werden.

Die Vermittlung einer Risikolebensversicherung erfolgt bei uns grundsätzlich kostenfrei für Sie. Die Vergütung erhalten wir im Erfolgsfall vom jeweiligen Versicherer.

Versicherungsabschluss trotz Diabetes: Dank professioneller Beratung prinzipiell möglich

Als Spezialisten für die Vermittlung von Risikolebensversicherungen trotz Vorerkrankungen können wir auf etliche Erfolgsfälle verweisen. Zudem kennen wir Versicherungen, die genau auf Diabetiker spezialisiert sind. Hier einige Beispiele direkt aus unserer täglichen Praxis:

Entscheidend für den erfolgreichen Abschluss einer Risikolebensversicherung bei Diabetes ist eine professionelle und vor allem vertrauensvolle Beratung sowie das richtige Vorgehen. Mehr Infos zum Vorgehen der anonymisierten Voranfrage, wie wir sie obenstehend beschrieben haben, finden Sie auf dieser Seite: Risikolebensversicherung mittels anonymisierter Voranfrage.

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Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen

In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.