Risikolebensversicherung
Abschluss trotz gefährlicher Hobbys – Bergsport

Für den Abschluss einer Risikolebensversicherung erfragen die Versicherer umfangreiche Daten der zu versichernden Person. Nicht nur Vorerkrankungen oder Nikotinkonsum können zur Hürde für den erfolgreichen Abschluss werden: Auch gibt es einige Hobbys wie Bergsport, die als risikoreich eingestuft werden. Diese könnten sich negativ auf die Lebenserwartung des Versicherungsinteressenten und führen daher zu Risikozuschlägen oder sogar einer Antragsablehnung. Auch wenn man nur Amateursportler ist, sollte man diese Hobbys unbedingt angeben.

Bergsport als Risikofaktor

Gelegentliches Wandern auf familienfreundlichen Strecken wird sich kaum auf den Abschluss einer Risikolebensversicherung einwirken. Beim Bergsport kommt es besonders auf die Sportart, die Höhe und das Gebiet, in denen man sich bewegt, an. So können zum Beispiel allein durch das Ausüben einer Freizeitaktivität oder Sportart in der Arktis, Antarktis, Grönland, Alaska ähnlichen Extremgebieten Risikozuschläge von bis zu 4‰ berechnet werden.

Als alpiner Kletterer ist es prinzipiell möglich, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Je nach Grad sollte aber mit Risikozuschlägen von bis zu 2‰ gerechnet werden. Anders sieht es aus, wenn Solo-Touren unternommen werden: Wegen des hohen Absturz- und Unfallrisikos werden die meisten Versicherer den Antrag ablehnen.

Bei Touren bis zu 5.000 Metern Höhe können Risikozuschläge von bis zu 2‰ auf den normalen Tarif hinzukommen. Alles darüber bedarf einer individuellen Prüfung durch die Versicherungsunternehmen.

Bouldern stellt in der Regel keine Hürde beim Abschluss einer Risikolebensversicherung dar.

Klettersteige werden erst ab Grad E mit Zuschlägen von etwa 1‰ versichert. Auch Klettern in einem Klettergarten sollte bei den meisten Versicherern kein Problem darstellen. Ähnlich wie beim Alpinen Klettern sieht es hier anders aus, wenn auch indoor oder in einem Klettergarten allein und ohne Seilsicherung geklettert wird: Aufgrund der Absturzgefahr wird kaum ein Versicherer Versicherungsschutz bieten. Auch Gebäudeklettern ist als Freizeitsport oft zu riskant, um eine Risikolebensversicherung abzuschließen.

Wird das Mountainbiken nur in der Freizeit zum Beispiel beim Cross Country, Trial oder Marathon ausgeübt, sollte in der Regel eine normale Annahme bei der Risikolebensversicherung möglich sein. Kommen Wettbewerbe hinzu, können Zuschläge zwischen 0,5‰ und 1‰ berechnet werden. Ähnliche Zuschläge werden in der Regel auch bei allen anderen Formen des Mountainbikens auf Sie zu kommen – unabhängig davon, ob die Sportart in einem Wettbewerb ausgeübt wird oder nicht.

Risikovoranfrage beim Abschluss einer Risikolebensversicherung

Das Ausüben eines möglicherweise risikoreichen Hobbys kann den Abschluss einer Risikolebensversicherung zäh gestalten und erschweren. Risikovoranfragen erleichtern den Abschluss, indem sie dem Versicherungsinteressenten ermöglichen, verschiedene individuelle Angebote miteinander zu vergleichen.

In unserem kostenlosen Service der Risikovoranfrage fragen wir verschiedene Versicherer gleichzeitig an, um Ihnen einen Überblick über die Bedingungen und Anforderungen der Versicherungsunternehmen zu ermöglichen. Durch die Anonymisierung Ihrer Daten müssen Sie dabei zu keinem Zeitpunkt befürchten, in die Sonderwagniskartei eingetragen zu werden.

Sonderaktionen beim Abschluss einer Risikolebensversicherung

Einige Versicherer bieten spezielle Sonderlösungen für den Abschluss einer Risikolebensversicherung an, bei denen die zu beantwortenden Fragen reduziert werden. Manche Sonderaktionen verzichten dabei ganz auf Fragen zu gefährlichen Hobbys oder bitten Sie nicht, ihre Form des Bergsports zu spezifizieren.

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