Aus der Praxis:
Risikolebensversicherung trotz Bergsport und Flugsport
Herr S., 38 Jahre alt, Software‑Ingenieur und Vater eines Kindes, möchte seine Lebensgefährtin finanziell absichern. Gesundheitlich bestehen keinerlei Einschränkungen – doch seine intensiven Hobbys im Bergsport und Flugsport führen bei vielen Versicherern zu einer erschwerten Risikoprüfung. In diesem Praxisfall zeigen wir, wie trotz dieser risikoreichen Freizeitaktivitäten eine passende Risikolebensversicherung vermittelt werden konnte.

Wir sind auf „schwere Fälle“ spezialisiert
Im Falle einer Vorerkrankung kann es zu Antragsablehnungen kommen. Um das zu vermeiden, unterstützen wir Sie gern beim Versicherungsabschluss – vertrauensvoll und kompetent.
Holger Schnittker
Geschäftsführer
Kontaktieren Sie mich gern:
Erschwerter Abschluss einer Risikolebensversicherung bei 38‑jährigem Software‑Ingenieur mit risikoreichen Hobbys
Herr S. ist 38 Jahre alt, ledig und Vater eines Kindes. Beruflich arbeitet er als Software‑Ingenieur, zu 100 % im Büro – ein völlig unkritischer Beruf aus Sicht der Versicherer. Auch gesundheitlich gibt es keinerlei Auffälligkeiten. Die Herausforderung entsteht ausschließlich durch seine Freizeitaktivitäten, die er seit vielen Jahren intensiv betreibt.
Besonders im Bergsport ist Herr S. sehr aktiv. Er unternimmt regelmäßig Bergwanderungen und Bergtouren bis zu einer Höhe von 3.500 Metern, meist in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich. Die Touren dauern in der Regel zwei bis drei Stunden, und er hat bereits mehr als 20 solcher Unternehmungen absolviert. Teilweise nutzt er für den Abstieg sogar einen Gleitschirm, was die Risikoeinschätzung zusätzlich beeinflusst.
Auch im Klettersport ist Herr S. auf einem hohen Niveau unterwegs. Er klettert sowohl in der Halle als auch im Klettergarten und betreibt alpines Klettern. Die angegebenen Schwierigkeitsgrade – bis UIAA 9 in Halle und Klettergarten sowie UIAA 8 im alpinen Bereich – zeigen ein technisch anspruchsvolles Niveau. Gleichzeitig legt er großen Wert auf Sicherheit: Er klettert ausschließlich in der Seilschaft, nutzt Helm, Sitzgurt und Seilsicherung und ist Mitglied im Deutschen Alpenverein. Zusätzlich besitzt er die Qualifikation „Trainer B Plaisirklettern“, was seine Erfahrung und Professionalität unterstreicht.
Neben dem Bergsport betreibt Herr S. auch Flugsport. Er besitzt eine unbeschränkte Sportpilotenlizenz für Gleitschirme und fliegt seit 2018 regelmäßig. Insgesamt hat er rund 150 Flugstunden absolviert, etwa 20 Stunden pro Jahr. Er fliegt ausschließlich als Freizeitsportler, ohne Wettbewerbe oder berufliche Nutzung, und bewegt sich im Bereich des klassischen Sichtflugs (VFR). Auch hier zeigt sich ein kontrolliertes, aber nicht zu unterschätzendes Risiko.
Vorsicht: gefährliche Sportarten nie verschweigen
Eine vollständige und ehrliche Angabe der betriebenen Hobbys und Sportarten ist Pflicht bei der Antragstellung, außer es wird nicht nach risikoreichen Hobbies gefragt.. Ansonsten besteht die Gefahr das der Versicherer im Leistungsfall nicht zahlt, bzw. bei Kenntnisnahme der Versicherer den Vertrag rückwirken kündigt.
Exkurs:
Warum Bergsport für Versicherer ein erhöhtes Risiko darstellt
Bergsport gehört zu den Freizeitaktivitäten mit den höchsten Unfallzahlen. Versicherer berücksichtigen dabei vor allem die Höhe der Touren, die technischen Schwierigkeitsgrade, die Sicherungsmaßnahmen und die Häufigkeit der Ausübung. Besonders anspruchsvolle Klettergrade oder alpine Touren führen schnell zu Zuschlägen oder Ablehnungen.
Im Fall von Herrn S. war vor allem die Kombination aus regelmäßigem alpinen Klettern, hohen Schwierigkeitsgraden und Touren bis 3.500 Metern ausschlaggebend für die Risikobewertung.
Versicherungsabschluss trotz Berg- und Flugsport dank professioneller Beratung möglich
Die Rückmeldungen der Versicherer fielen sehr unterschiedlich aus. Einige Gesellschaften lehnten den Antrag aufgrund des Bergsports vollständig ab. Andere boten Versicherungsschutz nur mit deutlichen Zuschlägen an. Der Flugsport spielte hingegen kaum eine Rolle und wurde überwiegend nicht als Risiko bewertet.
Schließlich konnte ein Versicherer mit Niederlassung in Düsseldorf ein Angebot unterbreiten, das trotz der risikoreichen Hobbys sehr gute Konditionen bot.
Der Versicherer bewertete den Bergsport als risikoerhöhend und erhob einen Zuschlag von 1 Promille auf die Versicherungssumme. Der Flugsport wurde hingegen nicht zusätzlich bepreist.
Vertragsdetails
Dank der anonymisierten Ausschreibung und der strukturierten Aufbereitung aller Angaben konnte Herr S. erfolgreich eine Risikolebensversicherung abschließen – und damit seine Lebensgefährtin zuverlässig absichern.

Sprechen Sie uns gern an
Mit unserer anonymisierten Ausschreibung können wir Antragsablehnungen effektiv vermeiden – und in vielen Fällen auch bei einer Vorerkrankung die gewünschte Risikolebensversicherung vermitteln.
Holger Schnittker
Geschäftsführer
Kontaktieren Sie mich gern:
Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen
In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.
