Aus der Praxis:
Abschluss einer Risikolebens-versicherung bei Krebs

Krebs ist eine der Vorerkrankungen, die den Abschluss einer Risikolebensversicherung deutlich erschweren, aber nicht unbedingt verhindern. Wie die Chancen auf einen erfolgreichen Abschluss in Abhängigkeit von der jeweiligen Krebserkrankung stehen, erfahren Sie in der folgenden Übersicht.

Kontaktieren Sie mich gern:

Risikolebensversicherung trotz Krebs – geht das überhaupt?

Eine Krebsdiagnose stellt das Leben auf den Kopf – nicht nur gesundheitlich, sondern auch emotional und finanziell. Viele Betroffene möchten trotz oder gerade wegen ihrer Erkrankung sicherstellen, dass die eigene Familie im Todesfall geschützt ist. Die Frage, ob eine Risikolebensversicherung trotz einer Krebserkrankung möglich ist, beschäftigt deshalb viele Menschen.

Die gute Nachricht: In vielen Fällen ist eine Absicherung weiterhin möglich – allerdings unter bestimmten Voraussetzungen.

Versicherer prüfen Krebs als Vorerkrankung sehr genau, da das Risiko je nach Tumorart und Krankheitsverlauf stark variieren kann. Trotzdem gibt es Wege und Lösungen, die langfristigen Schutz ermöglichen. Selbst wenn es mit Gesundheitsfragen nicht klappen sollte, gibt es immer noch Alternativen. Sprechen Sie uns einfach an.

Auf dieser Seite erhalten Sie einen umfassenden Überblick darüber, wie Versicherer bewerten, worauf es ankommt und welche Chancen es je nach Krebsart gibt.

Wie entscheiden Versicherer bei einer Krebserkrankung?

Bei einer Risikolebensversicherung bewerten Versicherer das individuelle Sterblichkeitsrisiko. Da eine Krebserkrankung je nach Art sehr unterschiedlich verläuft, gibt es kein standardisiertes Bewertungsschema, sondern viele Kriterien spielen eine Rolle. Entsprechend der Bewertung dieser Kriterien fällt dann die Entscheidung der Versicherer aus, ob und, falls ja, zu welchen Konditionen sie Versicherungsschutz gewähren.

Wichtige Einflussfaktoren auf die Versicherbarkeit

  • Krebsart und Tumorbiologie:
    Manche Krebsarten gelten als vergleichsweise gut behandelbar (z. B. Schilddrüsenkrebs), andere sind mit einem höheren Rückfallrisiko verbunden.
  • Stadium der Erkrankung:
    Je niedriger die TNM-Klassifikation, desto besser die Versicherbarkeit.
  • Zeitpunkt der Diagnose:
    Versicherer verlangen häufig eine rückfallfreie Zeit von 1 bis 10 Jahren.
  • Erfolg der Behandlung:
    Wurden alle Tumorreste entfernt? Gab es Metastasen? Finden regelmäßige, unauffällige Nachsorgeuntersuchungen statt?
  • Art der Therapie:
    Operation, Bestrahlung, Immun- bzw. Chemotherapie – und deren Abschlussdatum.
  • Alter:
    Je jünger die versicherte Person ist, desto besser sind die Chancen.
  • Lebensstilfaktoren:
    Rauchen ist ein besonders wichtiger Risikofaktor und kann einen Antrag zusätzlich erschweren.
  • Berufliches Risiko:
    Gefährliche Tätigkeiten erhöhen generell das Risiko – unabhängig von der Krebserkrankung.

Mögliche Entscheidungen der Versicherer

  • Normalannahme:
    Sehr selten, meist nur bei vollständig ausgeheilten, risikoarmen Tumoren (z. B. Basalzellkarzinom).
  • Risikozuschlag:
    Der Beitrag wird erhöht, wenn das Rückfallrisiko moderat ist.
  • Ausschluss (sehr selten):
    Bei einer Risikolebensversicherung werden keine Krankheiten ausgeschlossen – im Gegensatz zu anderen Versicherungen. Daher ist ein Ausschluss in der Regel nicht möglich.
  • Ablehnung:
    Bei schweren, metastasierten oder erst kürzlich behandelten Tumoren.

Umfassende Übersicht:
Versicherbarkeit je nach Krebs- bzw. Tumorart

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller relevanten Krebs- bzw. Tumorarten. Sie bietet erste Orientierung, ersetzt aber keine individuelle Risikoeinschätzung.

Krebs: Kopf, Gehirn und Sinnesorgane

Ein Glioblastom (medizinisch: Glioblastoma multiforme) ist ein bösartiger Hirntumor, der aus sogenannten Gliazellen im Gehirn entsteht. Diese Zellen unterstützen normalerweise die Nervenzellen, können aber – wenn sie entarten – sehr aggressive Tumoren bilden.

Charakteristische Merkmale

  • Schnelles Wachstum und Ausbreitung in das umliegende Hirngewebe
  • Hohe Rückfallwahrscheinlichkeit, selbst nach Behandlung
  • Schwierige vollständige Entfernung, da der Tumor keine klaren Grenzen hat
  • Häufiges Auftreten bei Erwachsenen, meist zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • prinzipiell möglich, aber Risikozuschläge sehr hoch

Ein Astrozytom ist ein Hirntumor, der ebenfalls aus sogenannten Astrozyten entsteht – sternförmigen Gliazellen, die das Nervensystem unterstützen. Im Gegensatz zum Glioblastom kann ein Astrozytom gutartig oder bösartig sein, weshalb die Prognose sehr unterschiedlich ausfallen kann.

Charakteristische Merkmale

  • Kann in jedem Alter auftreten, abhängig vom Subtyp
  • Wachstum meist langsamer als beim Glioblastom
  • Teilweise gut behandelbar, besonders niedriggradige Tumoren

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • manchmal möglich, aber mit hohen Zuschlägen verbunden

Krebs: Mund, Nase und Hals

Mundhöhlenkrebs umfasst bösartige Tumoren im Bereich der Mundschleimhaut. Dazu gehören Lippen, Zahnfleisch, Wangeninnenseiten, der harte Gaumen und der vordere Teil der Zunge. Die meisten Tumoren entstehen aus Plattenepithelzellen, die die Mundschleimhaut auskleiden.

Charakteristische Merkmale

  • Häufige Symptome: nicht heilende Wunden, Schleimhautveränderungen, Schmerzen
  • Starker Zusammenhang mit Rauchen und Alkohol
  • Kann auch durch HPV-Viren begünstigt sein
  • Früherkennung ist wichtig, da der Tumor lokal schnell wachsen kann

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • bei einigen Versicherern möglich
  • Risikozuschlag moderat (100 – 200 %)

Zungenkrebs ist eine besondere Form des Mundhöhlenkrebses und entsteht meist im vorderen, beweglichen Anteil der Zunge. Er geht ebenfalls überwiegend von Plattenepithelzellen aus.

Charakteristische Merkmale

  • Meist schmerzlose Schleimhautveränderung oder Knoten zu Beginn
  • Später: Schluckbeschwerden, Sprachveränderungen, Schmerzen
  • Hauptursachen sind Rauchen, Alkoholkonsum und HPV
  • Kann früh in Lymphknoten des Halses streuen

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • bei einigen Versicherern möglich, falls Stadium I – III
  • Risikozuschlag moderat bis hoch (150 – 250 %)

Rachenkrebs entsteht im Bereich des Rachens (Pharynx). Dieser wird anatomisch in drei Abschnitte unterteilt: Nasenrachen, Mundrachen und Kehlkopfrachen. Tumoren können in jedem dieser Bereiche entstehen und unterscheiden sich in Verlauf und Therapie.

Charakteristische Merkmale

  • Symptome: Schluckbeschwerden, Kloßgefühl, Halsschmerzen, Heiserkeit
  • Häufige Risikofaktoren: Rauchen, Alkohol, HPV (insbesondere im Mundrachen)
  • Neigung zur frühen Lymphknotenbeteiligung

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • möglich bei Nasopharynx Stadium I – II und Oropharynx Stadium I – II und HPV
  • mit hohem Zuschlag möglich bei Nasopharynx Stadium III – IV und Oropharynx Stadium I – II und HPV

Dieser Krebs entsteht in der Nasenhöhle oder in den Nasennebenhöhlen (z. B. Kieferhöhle, Stirnhöhle). Es handelt sich um seltene Tumoren, die oft erst spät entdeckt werden, da frühe Symptome unspezifisch sind.

Charakteristische Merkmale

  • Anhaltende verstopfte Nase oder Nasenbluten
  • Druckgefühl im Gesicht oder Kopfschmerzen
  • Späte Diagnose durch unklare Beschwerden
  • Tumoren können unterschiedlichen Ursprungs sein (z. B. Plattenepithel, Adenokarzinom)

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • bei einigen Versicherern möglich
  • Risikozuschlag moderat (150 – 250 %)

Speicheldrüsenkrebs entsteht in den großen oder kleinen Speicheldrüsen, am häufigsten in der Ohrspeicheldrüse. Es gibt viele verschiedene Tumorarten, weshalb Diagnose und Behandlung sehr individuell sind.

Charakteristische Merkmale

  • Seltene Tumorart
  • Knoten oder Schwellung im Bereich der Speicheldrüsen
  • Mögliche Schmerzen oder Taubheitsgefühle (z. B. Gesichtsnerv)
  • Sehr unterschiedliche Tumorbiologien – von gutartig bis hochaggressiv

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • möglich mit Zuschlag bei Azinuszellkarzinom Stadium I – II und Mukoepidermoidkarzinom Stadium I – II
  • andere Histologien und Stadien sehr selten versicherbar

Kehlkopfkrebs entsteht im Kehlkopf (Larynx), der für die Stimmbildung und die Atmung wichtig ist. Die meisten Tumoren sind Plattenepithelkarzinome und werden sehr stark mit Rauchen in Verbindung gebracht.

Charakteristische Merkmale

  • Frühes Leitsymptom: anhaltende Heiserkeit
  • Später: Schluckbeschwerden, Atemprobleme
  • Besonders stark verknüpft mit Rauchen und Alkohol
  • Gute Heilungschancen, wenn früh erkannt

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • eingeschränkt möglich

Krebs: Schilddrüse und Hals

Schilddrüsenkrebs entsteht in der Schilddrüse, einem kleinen hormonproduzierenden Organ im Hals. Es handelt sich um eine vergleichsweise seltene Krebsart, die jedoch insgesamt gute Heilungschancen hat – besonders, wenn sie früh entdeckt wird.

Es gibt verschiedene Formen von Schilddrüsenkrebs:

  • Anaplastisches Karzinom (selten, aggressiver Verlauf)
  • Papilläres Karzinom (häufigste Form, meist gute Prognose)
  • Follikuläres Karzinom
  • Papilläres Karzinom (häufigste Form, meist gute Prognose)

Charakteristische Merkmale

  • Häufig zufällige Entdeckung bei Ultraschalluntersuchungen
  • Symptome: Knoten am Hals, Schluckbeschwerden, Heiserkeit (selten)
  • Sehr gute Prognose bei den häufigen papillären und follikulären Tumoren
  • Möglichkeit der Metastasierung, vor allem in Lymphknoten
  • Hormonelle Regulation bleibt oft beeinträchtigt, dadurch lebenslange Schilddrüsenhormone notwendig

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • bei den meisten Histologien und Stadien möglich, oft aber mit Zuschlag

Krebs: Brust und Thorax

Brustkrebs ist der häufigste bösartige Tumor bei Frauen, kann jedoch auch Männer betreffen. Er entsteht aus entarteten Zellen des Brustdrüsengewebes. Brustkrebs tritt in unterschiedlichen biologischen Unterformen auf, die sich hinsichtlich Wachstum und Reaktion auf Therapien stark unterscheiden können.

Charakteristische Merkmale

  • Tastbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust
  • Veränderungen der Brustform oder der Haut
  • Einziehungen der Brustwarze
  • Lymphknotenvergrößerungen in der Achsel

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • DCIS vollständig reseziert sehr gut versicherbar
  • TNBC Stadium III – IV und alle Subtypen Stadium VI ausgeschlossen
  • alle weiteren Subtypen und Stadien mit Zuschlag teilweise möglich

Lungenkrebs, medizinisch Bronchialkarzinom, entsteht aus entarteten Zellen des Lungen- oder Bronchialgewebes. Er gehört weltweit zu den häufigsten Tumorerkrankungen. Man unterscheidet hauptsächlich zwei Typen:

  • Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC): häufigste Form
  • Kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC): aggressiver, schnell wachsend

Rauchen ist der bedeutendste Risikofaktor, aber auch Nichtraucher können betroffen sein, etwa durch genetische Faktoren oder Umwelteinflüsse.

Charakteristische Merkmale

  • Anhaltender Husten oder Hustenveränderung
  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Wiederkehrende Lungenentzündungen
  • Blut im Auswurf (Hämoptysen)
  • Oft treten Symptome erst in fortgeschrittenen Stadien auf.

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • in frühen Stadien teilweise mit hohem Zuschlag oder Einschränkungen möglich
  • spätere Stadien ausgeschlossen

Das Pleurakarzinom oder Mesotheliom ist ein bösartiger Tumor des Brustfells (Pleura). Es entwickelt sich meist aus den Zellen, die die Lunge und den Brustkorb auskleiden. Die Erkrankung ist selten, aber sehr aggressiv.

Das Mesotheliom ist häufig mit Asbestexposition verbunden – selbst Jahrzehnte nach dem Kontakt kann der Tumor entstehen.

Charakteristische Merkmale

  • Atemnot
  • Brustschmerzen
  • Flüssigkeitsansammlung im Brustraum (Pleuraerguss)
  • Trockener Husten
  • Müdigkeit und Gewichtsverlust
  • Die Symptome entwickeln sich meist schleichend.

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • in beiden Fällen ausgeschlossen

5 Jahre in Remission:

  • bei Pleurakarzinom ausgeschlossem
  • bei Mesotheliom ausgeschlossen, Ausnahme kann Mesotheliom – epitheloid Stadium I sein

Krebs: Verdauungs- und Harnsystem

Speiseröhrenkrebs entsteht in der Schleimhaut der Speiseröhre (Ösophagus). Es gibt hauptsächlich zwei Arten: das Plattenepithelkarzinom und das Adenokarzinom. Risikofaktoren sind u. a. Rauchen, Alkohol und chronischer Reflux (Sodbrennen).

Charakteristische Merkmale

  • Schluckbeschwerden (Dysphagie)
  • Schmerzen beim Schlucken
  • Gewichtsverlust
  • Völlegefühl oder Brustschmerzen
  • Husten oder Heiserkeit

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • teilweise eingeschränkt möglich
  • bei Adenokarzinom/SCC Stadium III – IV ausgeschlossen

Magenkrebs (Magenkarzinom) entsteht aus den Schleimhautzellen des Magens. Häufig ist eine chronische Infektion mit Helicobacter pylori oder eine langfristige Magenschleimhautentzündung beteiligt.

  • Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC): häufigste Form
  • Kleinzelliges Lungenkarzinom (SCLC): aggressiver, schnell wachsend

Rauchen ist der bedeutendste Risikofaktor, aber auch Nichtraucher können betroffen sein, etwa durch genetische Faktoren oder Umwelteinflüsse.

Charakteristische Merkmale

  • Oberbauchschmerzen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Blutarmut (Anämie)
  • Frühes Sättigungsgefühl

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • bestimmte Histologien und Stadien mit Zuschlag versicherbar
  • Siegelringzellkarzinom nahezu ausgeschlossen
  • bei Histologien Stadium IV ausgeschlossen und III nahezu ausgeschlossen

Leberkrebs entsteht meist als hepatozelluläres Karzinom (HCC) direkt aus Leberzellen. Häufig liegt zuvor eine Leberzirrhose vor, etwa durch Alkohol, Hepatitis B oder C.

Charakteristische Merkmale

  • Schmerzen im rechten Oberbauch
  • Müdigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Gelbsucht (Ikterus)
  • Bauchwasser (Aszites)

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • HCC BCLC 0 ohne Zirrhose und HCC BCLC A mit Zirrhose sowie iCCA Stadium I nach RO selten und mit hohem Zuschlag möglich
  • Hepatoblastom (Kinder) mit Zuschlag möglich
  • andere Histologien und Stadien ausgeschlossen

Gallengangskrebs entsteht in den Gallenwegen innerhalb oder außerhalb der Leber. Es handelt sich um einen seltenen, oft spät erkannten Tumor.

Charakteristische Merkmale

  • Gelbsucht
  • Juckreiz
  • Oberbauchschmerzen
  • Gewichtsverlust
  • Dunkler Urin, heller Stuhl

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Gallenblasenkarzinom T1a mit hohem Zuschlag möglich
  • ansonsten nahezu ausgeschlossen

Gallenblasenkrebs entwickelt sich aus dem Gewebe der Gallenblase. Der Tumor bleibt oft lange unbemerkt und wird häufig erst zufällig entdeckt.

Charakteristische Merkmale

  • Unspezifische Oberbauchbeschwerden
  • Übelkeit
  • Gelbsucht
  • Gewichtsverlust

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • T1a Adenokarzinom und T1b Adenokarzinom mit Zuschlag möglich
  • ansonsten sehr selten bis ausgeschlossen

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse. Er ist bekannt für ein häufig schnelles Wachstum und spät auftretende Symptome.

Charakteristische Merkmale

  • Oberbauchschmerzen, die in den Rücken ziehen
  • Gewichtsverlust
  • Gelbsucht
  • Appetitverlust
  • Verdauungsstörungen

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • pNET Grad I/II Stadium I – II mit Zuschlag möglich
  • alle weiteren Histologien und Stadien selten mit hohem Zuschlag möglich bis ausgeschlossen

Dünndarmkrebs ist eine seltene Tumorerkrankung des mittleren Verdauungstraktes. Am häufigsten sind Adenokarzinome und neuroendokrine Tumoren.

Charakteristische Merkmale

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Blut im Stuhl
  • Darmverschluss (Ileus) bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Gewichtsverlust

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • sehr abhängig von Histologie und Stadium
  • NET G1 Stadium I – II möglich mit Zuschlag
  • GIST niedriges Risiko möglich mit Zuschlag
  • ansonsten teilweise mit hohem Zuschlag möglich

Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) entsteht im langen Abschnitt des Dickdarms. Er gehört zu den häufigsten Tumoren in Europa und entwickelt sich oft aus Darmpolypen.

Charakteristische Merkmale

  • Blut im Stuhl
  • Veränderungen der Stuhlgewohnheiten
  • Bauchschmerzen oder Völlegefühl
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Polyp/pT1 endoskopisch reseziert sehr gut möglich, ebenso Kolon Stadium I Adenokarzinom
  • Stadium VI nicht resektabel ausgeschlossen sowie Siegelringzellkarzinom
  • alle weiteren Histologien und Stadien teilweise mit Zuschlägen möglich

Enddarmkrebs (Rektumkarzinom) entsteht im letzten Abschnitt des Darms. Der Tumor verhält sich klinisch anders als Dickdarmkrebs und benötigt daher eigene Therapieansätze.

Charakteristische Merkmale

  • Blut im Stuhl
  • Schleimausfluss
  • Stuhlveränderungen
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Becken
  • Ungewollter Gewichtsverlust

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • NET G1/G2 < 2cm, pT1 lokale Exzision (TEM), Stadium I (TME) sehr gut möglich
  • Stadium VI nicht resektabel und Siegelringzellkarzinom fast ausgeschlossen
  • alle weiteren Histologien und Stadien in Einzelfällen und mit Zuschlag möglich

Nierenkrebs entsteht meist aus den Zellen des Nierengewebes. Die häufigste Form ist das Nierenzellkarzinom, das mehrere Unterarten umfasst. Häufig tritt es bei Erwachsenen im mittleren oder höheren Lebensalter auf.

Charakteristische Merkmale

  • Blut im Urin (Hämaturie)
  • Schmerzen in der Flanke
  • Tastbare Schwellung im Bauchbereich
  • Müdigkeit und Gewichtsverlust
  • Oft lange symptomlos und Zufallsbefund bei bildgebenden Verfahren

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Stadium 5 Fernmetastasen und Sammelrohrkarzinom ausgeschlossen
  • ccRCC T1a und T1b, Chromophobes NZK T1/T2 und Papilläres NZK Typ 1 T1/T2 gut möglich
  • alle weiteren Histologien und Stadien teilweise mit Zuschlägen möglich

Nierenbeckenkrebs entsteht im Bereich des Nierenbeckens, wo der Urin gesammelt wird. Die Tumoren gehören meist zu den Urothelkarzinomen, ähnlich wie beim Blasenkrebs.

Charakteristische Merkmale

  • Blut im Urin
  • Flankenschmerzen
  • Wiederkehrende Harnwegsinfekte
  • Störungen beim Wasserlassen

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Ta, low-grade gut möglich
  • T1, low-grad und high-grade sowie T2, N0 in Einzelfällen mit hohem Zuschlag möglich
  • alle weiteren Histologien und Stadien nahezu ausgeschlossen

Harnleiterkrebs entsteht in der Schleimhaut der Harnleiter, die den Urin von der Niere zur Blase transportieren. Auch hier handelt es sich überwiegend um Urothelkarzinome.

Charakteristische Merkmale

  • Blut im Urin
  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Krampfartige Flankenschmerzen (Koliken)
  • Harnwegsinfektionen

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Ta, low-grad gut möglich
  • T1, low-grade möglich mit Zuschlag
  • T1, high-grade, T2, N0 und T3 N0 in Einzelfällen mit hohem Zuschlag möglich
  • ansonsten nahezu ausgeschlossen

Harnröhrenkrebs ist ein seltener Tumor, der in der Schleimhaut der Harnröhre entsteht. Die Erkrankung tritt bei Männern häufiger im vorderen Teil der Harnröhre und bei Frauen im unteren Abschnitt auf.

Charakteristische Merkmale

  • Blut im Urin oder aus der Harnröhre
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Knoten oder Schwellungen im Bereich der Harnröhre
  • Schwierigkeiten beim Entleeren der Blase

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Urothelkarzinom Ta/T1, low-grade, distal möglich mit Zuschlag
  • T3/T4/N+/M1 und Adenokarzinom ausgeschlossen
  • alle weiteren Histologien und Stadien selten versicherbar

Krebs: Geschlechtsorgane

Prostatakrebs entsteht in der Prostata, einer Drüse, die unterhalb der Blase liegt und einen Teil der Samenflüssigkeit produziert. Es ist der häufigste Tumor bei Männern. Viele Prostatakarzinome wachsen langsam, einige Formen können jedoch aggressiv sein.

Charakteristische Merkmale

  • Anfänglich oft beschwerdefrei
  • Probleme beim Wasserlassen (schwacher Harnstrahl, häufiger Harndrang)
  • Blut im Urin oder Sperma
  • Schmerzen im unteren Rücken oder Beckenbereich (bei Metastasen)
  • Erhöhter PSA‑Wert im Blut als Hinweis

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Low-risk Gleason 6, RP/RT und Intermediate favorable Gleason 7a gut möglich
  • Active Surveillance Gleason 6, stabil und Intermediate unfavorable Gleason 7b möglich mit Zuschlag
  • mHSPC (M1), mCRPC und neuroendokrines Karzinom sind ausgeschlossen
  • alle weiteren Histologien und Stadien sind nur in Einzelfällen möglich

Hodenkrebs entsteht in den Keimzellen der Hoden. Er betrifft überwiegend jüngere Männer zwischen 20 und 40 Jahren. Die wichtigsten Formen sind Seminome und Nichtseminome.

Charakteristische Merkmale

  • Schmerzlose Schwellung oder Verhärtung des Hodens
  • Ziehen im Hoden oder Unterbauch
  • Gefühl von Schwere im Hodensack
  • Selten Schmerzen

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Seminom Stadium I, NSGCT Stadium I, Seminom Stadium IIA/IIB und NSGCT Stadium IIA/IIB mit guter Prognose sind gut bis sehr gut versicherbar
  • alle weiteren Stadien und Histologien oft mit Zuschlag möglich

Peniskrebs ist ein seltener Tumor, der meist aus den Zellen der Eichel oder der Vorhaut entsteht. Häufig betroffen sind ältere Männer. Ein Zusammenhang besteht mit chronischen Entzündungen, mangelnder Hygiene oder HPV‑Infektionen.

Charakteristische Merkmale

  • Veränderungen der Haut am Penis (Rötungen, Knoten, Geschwüre)
  • Verhärtungen oder Schwellungen
  • Austritt von Flüssigkeit oder unangenehmer Geruch
  • Schmerzen in fortgeschrittenen Stadien

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Tis/PeIN und Ta verruköses Karzinom gut möglich
  • N2/N3, T4/M1 und Sarkomatoid/Melanom/Adeno nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Histologien und Stadien teilweise mit Zuschlägen möglich

Eierstockkrebs entsteht in den Eierstöcken und gehört zu den Tumoren, die oft erst spät entdeckt werden, da frühe Symptome unspezifisch sind. Es gibt verschiedene Unterformen, die sich in Aggressivität und Verlauf unterscheiden.

Charakteristische Merkmale

  • Bauchschmerzen oder Druckgefühl
  • Zunahme des Bauchumfangs (Aszites möglich)
  • Verdauungsbeschwerden
  • Müdigkeit
  • Unregelmäßige Monatsblutungen

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Borderline-Tumor FIGO I/II, Keimzellturmor Stadium I, Muzinöses Karzinom FIGO IA/IB G1 und Endometrioides Karzinom FIGO IA/IB G1/G2 gut bis sehr gut möglich
  • HGSC FIGO III R1/R2 und FIGO IV nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Stadien und Histologien teilweise mit Zuschlag möglich

Eileiterkrebs entsteht in den Eileitern. Er ist sehr selten, wird aber in Diagnosen zunehmend erkannt – häufig im Zusammenhang mit Eierstockkrebs, da beide Erkrankungen ähnliche Eigenschaften aufweisen.

Charakteristische Merkmale

  • Unterbauchschmerzen
  • Ungewöhnliche vaginale Blutungen
  • Wasseransammlungen im Bauch (Aszites)
  • Allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit oder Gewichtsverlust

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • STIC (in situ) und Endometrioides Karzinom FIGO IA/IB G1/G2 gut möglich
  • HGSC FIGO III R1/R2 und FIGO IV nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Histologien und Stadien selten und oder mit Zuschlag möglich

Gebärmutterkrebs entsteht in der Schleimhaut der Gebärmutter (Endometrium). Er tritt überwiegend nach den Wechseljahren auf und ist oft früh durch Blutungen erkennbar.

Charakteristische Merkmale

  • Ungewöhnliche oder nach den Wechseljahren auftretende Blutungen
  • Unterbauchschmerzen
  • Wässriger oder blutiger Ausfluss
  • Müdigkeit oder Gewichtsverlust (später)

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Endometrioid G1/G2 MMrd sporadisch, Endometrioid G1/G2 FIGO IA2/IB, NSMP, Endometrioid G1/G2 FIGO IA1, NSMP und Endometrioid G1 FIGO IA1, NSMP gut bis sehr gut möglich
  • Karzinom alle Stadien sowie FIGO IV nahezu ausgeschlossen
  • Endometrioid FIGO II und Seröses/Klarzelliges FIGO II/III nur in Ausnahmefällen möglich
  • alle weiteren Stadien und Histologien nur selten und mit Zuschlägen möglich

Gebärmutterhalskrebs entsteht am unteren Teil der Gebärmutter, dem Gebärmutterhals. Er steht häufig im Zusammenhang mit einer HPV‑Infektion (Humane Papillomviren).

Charakteristische Merkmale

  • Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
  • Zwischenblutungen
  • Schmerzen im Becken
  • Übelriechender Ausfluss
  • Oft symptomlos in frühen Stadien

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • FIGO IA2, N0, FIGO IB1 PEK, NO, FIGO IA1, kein LVSI und CIN III/AIS gut bis sehr gut versicherbar
  • FIGO III C2 paraaortale LK, FIGO IVA/IVB und NEC alle Stadien sind nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Stadien und Histologien sind teilweise mit hohem Zuschlag möglich

Scheidenkrebs entsteht in der Schleimhaut der Vagina. Die Erkrankung ist selten und tritt vor allem im höheren Lebensalter auf.

Charakteristische Merkmale

  • Blutungen außerhalb der Menstruation oder nach Geschlechtsverkehr
  • Schmerzen beim Sex
  • Ausfluss
  • Schmerzen oder Druckgefühl im Becken

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • VAIN III (präinvasiv) sehr gut möglich
  • FIGO 1 PEK G1/G2 oberes Drittel, FIGO 1 PEK G3 unteres Drittel, FIGO I klarzelliges Adeno und FIGO II nach RT/RCT in Ausnahmefällen mit hohem Zuschlag möglich
  • alle weiteren Stadien und Histologien nahezu ausgeschlossen

Vulvakrebs betrifft die äußeren weiblichen Geschlechtsorgane, insbesondere die Schamlippen. Auch diese Tumorart ist selten und wird häufig durch HPV‑Infektionen oder chronische Hautveränderungen (z. B. Lichen sclerosus) begünstigt.

Charakteristische Merkmale

  • Juckreiz oder Brennen im Intimbereich
  • Hautveränderungen, Knoten oder Geschwüre
  • Blutungen oder Ausfluss
  • Schmerzen im Intimbereich

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Basalzellkarzinom, R0 und FIGO IB, HPV-assoziiert, G1/G2, Sentinel neg, und FIGO IA, HPV-assoziiert sowie VIN III (präinvasiv) gut bis sehr gut möglich
  • Melanom alle Stadien, FIGO IVA/IB, FIGO IIIB/IIIC (\geq LK/Kapseldurchbruch) sind nahezu ausgeschlossen
  • weitere Stadien und Histologien sind teilweise mit Zuschlag möglich

Krebs: Haut

Das maligne Melanom ist der gefährlichste Hautkrebs. Er entsteht aus den Pigmentzellen der Haut (Melanozyten) und neigt dazu, früh zu metastasieren. Obwohl es seltener ist als andere Hautkrebsarten, ist das Melanom besonders ernst zu nehmen.

Charakteristische Merkmale

  • Neu entstehende oder sich verändernde Muttermale
  • Unregelmäßige Form, unscharfe Ränder
  • Unterschiedliche Farben innerhalb eines Mals
  • Jucken, Nässen oder Bluten
  • Orientierung oft anhand der ABCDE‑Regel: Asymmetrie, Begrenzung, Colorit, Durchmesser, Evolution

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • die meisten Stadien und Histologien sind sehr gut versicherbar
  • Melanom Stadium IIA, Melanom Stadium IIB/IIC sowie Melanom Stadium III eingeschränkt möglich
  • Melanom Stadium IV, Schleimhautmelanom und PDAC/Glioblastom und Mesotheliom nahezu ausgeschlossen

Das Basalzellkarzinom ist der häufigste Hautkrebs, wächst langsam und bildet nur sehr selten Metastasen. Es entsteht aus den Basalzellen der Haut und tritt besonders häufig an lichtexponierten Körperstellen auf.

Charakteristische Merkmale

  • Hautfarbene oder rötliche Knoten
  • Glänzende Oberfläche, oft mit kleinen Blutgefäßen
  • Krustenbildung oder wiederkehrende Wunden
  • Seltener: pigmentierte Formen, die wie ein Muttermal aussehen können

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Gorlin-Goltz-Syndrom und metastasiertes BCC sind nahezu ausgeschlossen
  • Lokal fortgeschritten T2, Knochenbeteiligung T3 und Basosquamöses Karzinom lokal R0 sind mit Zuschlag möglich
  • alle weiteren Histologien und Stadien gut bis sehr gut versicherbar

Das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) entsteht aus den verhornten Zellen der oberen Hautschicht. Es wächst schneller als ein Basaliom und kann in seltenen Fällen metastasieren.

Charakteristische Merkmale

  • Raue, schuppige Hautveränderungen
  • Rötliche oder krustige Knoten
  • Nicht heilende Wunden
  • Blutungen bei kleinen Verletzungen
  • Oft vorheriger Sonnenschaden oder aktinische Keratosen im Umfeld

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Morbus Bowen (in situ), T1 low-risk, R0, L/M-Zone und T1 low-risk, MMS, H-Zone sowie Verruköses Karzinom, R0 gut möglich
  • N+ (LK-Metastasen) und M1 (Fernmetastasen) nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Subtypen und Stadien teilweise mit Zuschlag möglich

Krebs: Knochen und Weichteile

Das Osteosarkom ist der häufigste bösartige Knochentumor. Er entsteht aus entarteten Knochenzellen (Osteoblasten) und tritt überwiegend bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf. Besonders häufig sind die langen Röhrenknochen wie Oberarm oder Oberschenkel betroffen.

Charakteristische Merkmale

  • Knochenschmerzen, häufig nachts verstärkt
  • Schwellungen im betroffenen Bereich
  • Bewegungseinschränkungen
  • Risiko für Knochenbrüche (pathologische Frakturen)
  • Oft rasches Wachstum

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Parossales/Periostales OS, R0 und niedrig-malignes zentrales OS, R0 gut möglich
  • metastasiert, Lunge nicht resektabel und Sekundäres OS sowie Rezidiv nach Ersttherapie nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Subtypen und Stadien nur selten möglich

Das Chondrosarkom ist ein bösartiger Tumor, der aus Knorpelzellen entsteht. Er tritt vor allem bei Erwachsenen mittleren oder höheren Alters auf und wächst häufig langsamer als andere Knochentumoren.

Charakteristische Merkmale

  • Langsam zunehmende Schmerzen
  • Schwellungen
  • Druckgefühl im betroffenen Bereich
  • Meist in Schulter, Becken oder Oberschenkel lokalisiert

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Klarzelliges CS, R0 und G1, distale Extremität/Rippen, R0 sowie G1, Femur/Humerus, R0 sind möglich
  • G1, Becken/Wirbelsäule, R0 und G2, distale Extremität, R0 sowie G2, Becken/Femur proximal, R0 selten mit hohem Zuschlag möglich
  • alle weiteren Subtypen und Stadien nahezu ausgeschlossen

Weichteilsarkome sind eine Gruppe bösartiger Tumoren, die aus Bindegewebe, Fettgewebe, Muskeln oder Nerven entstehen können. Sie können überall im Körper auftreten, besonders häufig in Armen, Beinen oder im Bauchraum. Zu den Unterformen gehören u. a. Liposarkome und Fibrosarkome.

Charakteristische Merkmale

  • Schwellungen oder Knoten im Gewebe
  • Oft schmerzlos zu Beginn
  • Schmerzen bei größerem Tumor oder Druck auf Nerven
  • Einschränkungen der Beweglichkeit je nach Lokalisation

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • DFSP, R0 und WDLPS/ALT Extremität, R0 und G1 Extremität T1, R0 und Myxoides Liposarkom Extremität, R0 sowie GIST sehr niedriges/niedriges Risiko gut möglich
  • alle weiteren Subtypen und Stadien sehr selten und mit Zuschlag möglich

Krebs: Blut, Lymphsystem und Immunsystem

Leukämien sind bösartige Erkrankungen des blutbildenden Systems. Sie entstehen im Knochenmark, wo Blutzellen gebildet werden. Bei einer Leukämie vermehren sich unreife oder entartete weiße Blutkörperchen unkontrolliert und verdrängen gesunde Blut- und Immunzellen.

Die wichtigsten Formen sind:

  • CLL (Chronische lymphatische Leukämie)
  • Akute Leukämien:
  • AML (Akute myeloische Leukämie)
  • ALL (Akute lymphatische Leukämie)
  • Chronische Leukämien:
  • CML (Chronische myeloische Leukämie)

Charakteristische Merkmale

  • Müdigkeit, Schwäche
  • Infektanfälligkeit
  • Blutungsneigung, blaue Flecken
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Knochenschmerzen
  • Lymphknotenschwellungen (v. a. bei lymphatischen Formen)

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • ALL Kinder Standardrisiko, MRD-negativ und CML TFR nach TKI, MR4.5 stabil gut möglich
  • CLL Rai 0/Binet A, IGHV mut., Watch & Wait und AML günstige Zytogenetik, MRD-negativ und ALL Erwachsene < 40 Jahre, MRD-negativ sowie CLL Rai I/II, FCR, MRD-negativ, IGHV mut. mit hohem Zuschlag möglich
  • alle weiteren Formen und Stadien sind nahezu ausgeschlossen

Lymphome sind bösartige Erkrankungen des Lymphsystems, also des Netzwerks aus Lymphknoten, Milz, Thymus und lymphatischen Zellen im ganzen Körper.

Es gibt zwei Hauptgruppen:

  • Hodgkin-Lymphom (Morbus Hodgkin): gut behandelbar, häufig bei jungen Erwachsenen
  • Non-Hodgkin-Lymphome (NHL): große Gruppe mit sehr unterschiedlichen Verläufen

Charakteristische Merkmale

  • Schmerzlose Lymphknotenschwellungen (Hals, Achseln, Leiste)
  • Nachtschweiß
  • Fieber
  • Gewichtsverlust
  • Müdigkeit
  • Juckreiz
  • Atembeschwerden, wenn Lymphknoten im Brustraum vergrößert sind

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • NLPHL Stadium I/II und klassisches HL Stadium I/II günstig und klassisches HL Stadium I/II ungünstig sowie Klassisches HL Stadium III/IV, PET-neg. gut bis sehr gut möglich
  • MCL klassisch, PTCL alle Subtypen (außer ALCL ALK+) und FL-Transformation zu DLBCL und CAR-T nach Rezidiv nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Stadien und Lymphomenitäten sind oft mit möglich mit hohem Zuschlag

Das Multiple Myelom ist eine bösartige Erkrankung der Plasmazellen im Knochenmark. Diese Zellen produzieren normalerweise Antikörper. Beim Myelom bilden sie unkontrolliert schädliche Eiweißstoffe, die Organe wie Nieren oder Knochen schädigen können.

Charakteristische Merkmale

  • Knochenschmerzen (v. a. Rücken, Rippen, Becken)
  • Knochenbrüche ohne äußere Ursache
  • Müdigkeit durch Blutarmut
  • Nierenschäden (durch Eiweißablagerungen)
  • Erhöhte Kalziumwerte im Blut
  • Infektanfälligkeit

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • MGUS niedriges Risiko, stabil gut möglich
  • MM Hochrisiko-Zytogenetik und MM Double-Hit/Ultra-Hochrisiko und MM mehrfach rezidiviert/refraktär sowie Plasmazellleukämie sind nahezu ausgeschlossen
  • weitere Konstellationen sind in Ausnahmefällen mit Zuschlag möglich

Krebs: Hormondrüsen und seltene Tumore

Nebennierenkrebs entsteht in der Nebennierenrinde oder – selten – im Nebennierenmark. Die Nebennieren produzieren lebenswichtige Hormone wie Cortisol, Aldosteron und Adrenalin. Tumoren können hormonproduzierend sein und dadurch starke Stoffwechselveränderungen auslösen.

Charakteristische Merkmale

  • Ungewöhnliche Gewichtszunahme oder -abnahme
  • Bluthochdruck
  • Muskelschwäche
  • Veränderungen des Hormonhaushalts (z. B. erhöhte Cortisol- oder Aldosteronwerte)
  • Bauchschmerzen oder tastbare Schwellungen
  • Bei hormonaktiven Tumoren: Cushing-Symptome, Virilisierung, Elektrolytstörungen

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • ACC Stadium III R1/R2 und ACC Stadium IV/Rezidiv und PPGL metastasiert sowie Nebennierenmetastasen sind nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Stadien teilweise mit hohem Zuschlag möglich

Neuroendokrine Tumoren (NET) entstehen aus hormonproduzierenden Zellen, die im gesamten Körper vorkommen, besonders im Magen-Darm-Trakt und in der Bauchspeicheldrüse. Sie können hormonaktiv oder hormoninaktiv sein und reichen von gutartig bis hochaggressiv.

Charakteristische Merkmale

  • Unspezifische Bauchschmerzen
  • Durchfälle
  • Hitzewallungen
  • Herzrasen
  • Gewichtsverlust
  • Bei hormonaktiven Tumoren: Symptome je nach ausgeschüttetem Hormon (z. B. Insulinom, Gastrinom, Karzinoid-Syndrom)

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • NET Appendix G1\leq2 cm, R0 und NET Rektum G1\leq1 cm, R0-endoskopisch und NET Appendix G1/G2 2 – 4 cm, R0 und NET Rektum G1/G2 1 – 2 cm, R0 sowie Typisches Karzinoid Lunge G1, R0 gut bis sehr gut möglich
  • NET Ileum + Hedinger-Kardiopathie und Atypisches Karzinoid Lunge Stadium III/IV sowie NEC kleinzellig/großzellig sind nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Konstellationen und NET-Entitäten sind teilweise mit hohem Zuschlag möglich

Thymuskarzinome sind seltene, bösartige Tumoren des Thymusdrüsen-Gewebes. Der Thymus befindet sich im vorderen Brustraum und spielt eine Rolle bei der Entwicklung des Immunsystems. Thymustumoren können mit Autoimmunerkrankungen wie Myasthenia gravis verbunden sein.

Charakteristische Merkmale

  • Atemnot
  • Husten
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Schwellung im Brustraum (mediastinale Raumforderung)
  • Muskelermüdung oder Doppeltsehen (bei assoziierter Myasthenie)
  • Infektanfälligkeit

Versicherbarkeit

Direkt nach Krebserkrankung:

  • nicht versicherbar

5 Jahre in Remission:

  • Thymom B1 Masaoka I/II, R0, keine MG und Thymom A/Ab Masaoka I/II, R0, keine MG gut versicherbar
  • Thymuskarzinom Masaoka III und Thymuskarzinom Masaoka IV sowie Thymisches NEC sind nahezu ausgeschlossen
  • alle weiteren Thymustumore und Konstellationen sind teilweise mit hohem Zuschlag möglich

Versicherungsabschluss trotz Krebs: Dank professioneller Beratung prinzipiell möglich

Als Spezialisten für die Vermittlung von Risikolebensversicherungen trotz Vorerkrankungen wie Krebs können wir auf etliche Erfolgsfälle verweisen. Hier einige Beispiele direkt aus unserer täglichen Praxis:

Entscheidend für den erfolgreichen Abschluss einer Risikolebensversicherung bei Krebs ist eine professionelle und vor allem vertrauensvolle Beratung sowie das richtige Vorgehen. Dieses gestaltet sich bei uns wie folgt:

  • Nach Kontaktaufnahme mit uns erklären wir den Ablauf der Gesundheitsprüfung bei Risikolebensversicherungen. Wie besprechen das weitere Vorgehen das in der Regel eine anonymisierte Voranfragen bei geeigneten Versicherern ist.
  • Hierfür füllen Sie Gesundheitsfragebögen aus, die neben persönlichen Daten auch detaillierte Fragen zum Krankheitsverlauf, zu Symptomen, Therapien und Rückfällen enthielt. Ärztliche Befunde und Berichte zum bisherigen Verlauf legte sie ebenfalls bei und senden diese Unterlagen an uns.
  • Um eine Ablehnung und damit einen Eintrag in die branchenweite Sonderwagniskartei zu vermeiden, anonymisierten wir die Daten und führten eine unverbindliche Ausschreibung bei mehreren Versicherern durch. So können die Versicherer angeben, wie Sie bei einem möglichen Antrag entscheiden würden ohne das Ihr Namen angegeben wird und ohne das Sie einen Antrag stellen müssen.
  • Nach Rückmeldung der Versicherer prüfen wir die Angebote nach Beitrag, Leistungen und Zusatzoptionen und finden zusammen die beste Lösung für Sie. Sollte keine Lösung mit Angaben zur Gesundheit möglich sein, bieten sich Lösungen ohne Gesundheitsfragen an.

Mehr zum genauen Ablauf der anonymisierten Voranfrage finden Sie hier:

Kontaktieren Sie mich gern:

Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen

In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.