Berufsunfähigkeitsversicherung
Absicherung trotz riskanter Hobbys – Bergsport

Bergsport wird immer beliebter. Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört dieser Bereich jedoch zu den Tätigkeiten, die besonders sorgfältig geprüft werden.


Versicherer bewerten Bergsport in der BU deutlich strenger als in der Risikolebensversicherung. Viele Aktivitäten, die dort noch mit einem Zuschlag versicherbar sind, führen in der BU zu hohen Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder direkten Ablehnungen. Damit Sie einschätzen können, wie Ihr Hobby eingestuft wird, finden Sie hie Übersicht über die typischen Entscheidungen der Versicherer in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Risiken.

Bergsport als Risikofaktor in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Im BU‑Antrag werden bergsportliche Tätigkeiten in der Regel über spezielle Fragebögen abgefragt. Dazu gehören unter anderem:

  • Art der Touren (Bergwandern, Hochtouren, Trekking, Klettersteige, alpines Klettern, Eisklettern)
  • Höhenbereiche (unter 4.000 m, über 4.000 m, über 5.000 m, über 6.000 m)
  • Klettergrade (indoor und outdoor, Grad 5–9, Free‑Solo)
  • Ausrichtung (Freizeit, Training, Wettbewerbe)
  • Skisportarten (Skifahren, Skibergsteigen, Skitouren, Extremskifahren)
  • Radsport im Gebirge (Mountainbike, Downhill, Freeride)
  • Spezialdisziplinen (Snowkiten, Eisklettern, Soloklettern)

Diese Angaben entscheiden darüber, ob eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglich ist – und zu welchen Konditionen.

Bewertung einzelner Bergsportarten in der BU

Die folgenden Einschätzungen spiegeln typische Entscheidungen der Versicherer wider. Sie dienen als Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Prüfung und Versicherer votieren des Öfteren unterschiedlich.

Bis 4.000 m werden einige Versicherer bereits ablehnen, ausschließen oder Zuschläge erheben. Andere sehen das Thema lockerer und nehmen normal an.
Eine Risikovoranfrage ist hier besonders wichtig.

Über 4.000 m wird es schwieriger.
Mindestens ca. 10 % Risikozuschlag oder Ausschlussklausel.
Das Gebiet spielt eine Rolle: Die Alpen sind weniger kritisch als Nepal.

Über 5.000 m wird es deutlich anspruchsvoller.
Eine normale Annahme ist kaum möglich.
Eventuell passt eine Sonderaktion ohne Hobbyfragen.

Über 6.000 m muss extrem individuell geprüft werden.
Eine normale Annahme ist sehr selten.

Bouldern wird unterschiedlich bewertet.
Manche Versicherer reagieren kritisch, andere sehen es locker.
Vorher unbedingt per Risikovoranfrage klären.

  • Grad 5: meist normal versicherbar
  • Grad 6: geringer Zuschlag möglich
  • Grad 7: mindestens ca. 50 % Zuschlag oder Ausschluss
  • Grad 8: gleiche Tendenz wie Grad 7
  • Grad 9: individuelle Prüfung, Ablehnung häufig
  • Eisklettern: hoher Zuschlag oder Ausschluss
  • Soloklettern / Free‑Solo: Ablehnung

Indoor‑Klettern und Klettergarten werden lockerer gesehen.

  • bis Grad 7: meist normale Annahme
  • ab Grad 8: geringer Zuschlag oder Ausschluss
  • Soloklettern: Ablehnung
  • Grad A–C: meist normale Annahme
  • Grad D: geringer Zuschlag möglich
  • Grad E: mindestens ca. 50 % Zuschlag

Mountainbiken wird unterschiedlich bewertet.

  • Freeride / Downhill ohne Wettbewerb: ca. 25 % Zuschlag
  • mit Wettbewerb: ca. 50 % Zuschlag oder Ausschluss
  • Extremvarianten: Ablehnung

Langlauf gilt als gesund. → meist normale Annahme.

Skifahren auf ausgewiesenen Pisten ist unkritisch.
Mit Wettbewerb kann es mindestens ca. 25 % Zuschlag geben.

Skibergsteigen und Skitouren führen meist zu einem geringen Zuschlag.

Extremskifahren wird in der BU abgelehnt.

Snowkiten kann normal angenommen werden, allerdings mit mindestens ca. 25 % Zuschlag.

Was Versicherer konkret wissen wollen – zusammengefasst

1. Touren & Höhenbereiche

  • Bergwandern
  • Hochtouren
  • Trekking
  • unter 4.000 m
  • über 4.000 m
  • über 5.000 m
  • über 6.000 m

2. Kletterarten & Schwierigkeitsgrade

  • Indoor‑Klettern
  • Klettergarten
  • alpines Klettern
  • Grad 5–9
  • Eisklettern
  • Soloklettern

3. Klettersteige

  • Grad A–E
  • Ausrüstung
  • Tourenhäufigkeit

4. Wintersport

  • Skifahren
  • Skibergsteigen
  • Skitouren
  • Extremskifahren
  • Snowkiten

5. Radsport im Gebirge

  • Mountainbike
  • Downhill
  • Freeride

Diese Angaben entscheiden darüber, ob eine BU‑Absicherung möglich ist – und zu welchen Konditionen.

Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade bei der Ausübung von Bergsport ist eine anonymisierte Risikovoranfrage sehr sinnvoll. Damit lassen sich:

  • Zuschläge
  • Ausschlüsse
  • Ablehnungen

vorab klären, ohne dass ein Eintrag in der Sonderwagnisdatei der Lebensversicherer erfolgt.

Wir fragen mehrere Versicherer gleichzeitig an und geben Ihnen einen Überblick über die realistischen Optionen – anonymisiert und unverbindlich.

Sonderaktionen für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Einige Versicherer Tarife an, bei denen keine Fragen nach risikoreichen Hobbys gestellt werden. Für anspruchsvolle Bergsportarten wie Hochtouren über 5.000 m, Free‑Solo oder Extremskifahren kann das die einzige Option sein, Berufsunfähigkeitsschutz zu erlangen..

Wir prüfen für Sie, ob aktuell passende Aktionen verfügbar sind – gerne auch für eine Risikolebensversicherung trotz Hobby Bergsport.

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