Aus der Praxis:
Abschluss einer Risikolebensversicherung trotz Bluthochdruck
Herr Mo. möchte seine Ehefrau mit einer Risikolebensversicherung finanziell absichern. Eine besondere Herausforderung bei der Antragstellung war sein seit mehreren Jahren behandelter Bluthochdruck.
In diesem Praxisfall zeigen wir, welche gesundheitlichen Angaben für die Risikoprüfung relevant waren und wie wir ein passendes Versicherungsangebot für Herrn Mo. gefunden werden konnte.

Wir sind auf „schwere Fälle“ spezialisiert
Im Falle einer Vorerkrankung kann es zu Antragsablehnungen kommen. Um das zu vermeiden, unterstützen wir Sie gern beim Versicherungsabschluss – vertrauensvoll und kompetent.
Holger Schnittker
Geschäftsführer
Kontaktieren Sie mich gern:
Risikolebensversicherung trotz Bluthochdruck möglich?
Ein erhöhter Blutdruck gehört zu den Vorerkrankungen, die Versicherer bei der Risikolebensversicherung regelmäßig genauer prüfen. Entscheidend ist dabei nicht nur die Diagnose selbst. Eine Rolle spielen unter anderem die Dauer der Erkrankung, die Behandlung, die Blutdruckeinstellung, mögliche Folgeerkrankungen sowie weitere gesundheitliche Belastungen.
Ein gut behandelter und regelmäßig kontrollierter Bluthochdruck führt deshalb nicht automatisch zu einer Ablehnung. Die individuelle Bewertung kann jedoch von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich ausfallen.
Bei der Aufbereitung einer Risikovoranfrage kommt es daher darauf an, die gesundheitliche Situation vollständig, verständlich und mit den wesentlichen medizinischen Informationen darzustellen.
Die gesundheitliche Situation von Herrn Mo
Bei Herrn Mo besteht seit etwa 2012 eine arterielle Hypertonie, also ein dauerhaft erhöhter Blutdruck. Die Erkrankung wird hausärztlich behandelt und regelmäßig kontrolliert.
Die Behandlung erfolgte zunächst mit Telmisartan. Später wurde zusätzlich Amlodipin eingesetzt. Nach den vorliegenden Angaben ist der Blutdruck durch die medikamentöse Therapie gut eingestellt.
Neben dem Bluthochdruck wurden in den medizinischen Unterlagen weitere Diagnosen und Behandlungen dokumentiert. Für die Risikoprüfung wurden auch diese Angaben berücksichtigt:
- Eine seit mindestens 2016 dokumentierte Skoliose wird konservativ behandelt und regelmäßig kontrolliert. Der Verlauf ist stabil.
- Im Januar 2016 bestanden Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule mit Ausstrahlung in den linken Arm. Nach einer fachärztlichen Untersuchung beim Neurochirurgen klangen die Beschwerden vollständig ab. Eine weitere Behandlung war nicht erforderlich.
- In den Jahren 2017 und 2018 wurden zwei fieberhafte beziehungsweise eitrige Sinubronchitiden medikamentös behandelt. Beide Erkrankungen heilten vollständig aus.
- Im Januar 2019 erfolgte aufgrund einer familiären Vorbelastung und des bestehenden Bluthochdrucks vorsorglich eine kardiologische Abklärung. Nach den vorliegenden Angaben war der Befund unauffällig; eine weitere Behandlung oder Nachkontrolle war nicht erforderlich.
- Im Jahr 2021 wurde nach einer akuten Entzündung ein Gallenstein operativ entfernt. Seit dem Eingriff ist Herr Mo beschwerdefrei.
- Eine Sinusitis im März 2022 wurde medikamentös behandelt und ist vollständig ausgeheilt.
- Im Mai 2022 kam es kurzfristig zu einer beruflich bedingten Erschöpfung beziehungsweise akuten Belastungsreaktion. Die Behandlung erfolgte hausärztlich, außerdem bestand für wenige Tage Arbeitsunfähigkeit. Eine psychologische oder psychiatrische Behandlung fand nicht statt. Die Beschwerden klangen vollständig ab.
Bluthochdruck als Bestandteil der Risikoprüfung
Für Versicherer ist bei einer Hypertonie besonders relevant, ob der Blutdruck behandelt und ausreichend eingestellt wird. Ebenso wird geprüft, ob bereits Folgeerkrankungen am Herz-Kreislauf-System, an den Nieren oder an anderen Organen bestehen.
Bei Herrn Mo. konnten die Angaben zur Hypertonie in den Gesamtzusammenhang seiner medizinischen Situation eingeordnet werden. Die Erkrankung besteht zwar bereits seit mehreren Jahren, wird jedoch medikamentös behandelt und regelmäßig kontrolliert. Nach den vorliegenden Informationen ist der Blutdruck gut eingestellt.
Auch die vorsorgliche kardiologische Abklärung aus dem Jahr 2019 wurde in die Betrachtung einbezogen. Nach den Angaben von Herrn Mo. ergab sich dabei kein auffälliger Befund und es war keine weitere kardiologische Behandlung erforderlich.
Für eine Risikovoranfrage ist es wichtig, nicht nur die Diagnose „Bluthochdruck“ zu nennen. Die Versicherer benötigen möglichst konkrete Informationen dazu, seit wann die Erkrankung besteht, welche Medikamente eingenommen werden, wie der Verlauf ist und ob weitere Erkrankungen oder Beschwerden damit zusammenhängen.
Vorsicht: Vorerkrankungen wie Bluthochdruck nie verschweigen!
Verschweigen diejenigen, die an einer Risikolebensversicherung interessiert sind, eventuelle Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, kann dies dazu führen, dass bei Eintritt des Versicherungsfalls der Versicherer nicht leistet. Anders ausgedrückt: Wird nach dem Tod des Versicherten bekannt, dass er an Bluthochdruck bzw. einer anderen gesundheitsgefährdenden Vorerkrankung gelitten hat, greift ggf. die Risikolebensversicherung nicht und es wird kein Geld an die Hinterbliebenen ausgezahlt.
Strukturierte Vorbereitung der Risikovoranfrage
Vor einer formellen Antragstellung wurden die vorliegenden Informationen zu Herrn Mo. geordnet und auf die für die Risikoprüfung relevanten Punkte konzentriert. Dazu gehörten insbesondere:
- Beginn und Verlauf der arteriellen Hypertonie
- die medikamentöse Behandlung mit Telmisartan und zusätzlich Amlodipin
- regelmäßige hausärztliche Kontrollen
- die Angabe, dass der Blutdruck medikamentös gut eingestellt ist
- die kardiologische Abklärung aus dem Jahr 2019
- die stabile Skoliose
- abgeschlossene und folgenlos ausgeheilte Infektionen
- die Entfernung des Gallensteins im Jahr 2021
- die kurzfristige Belastungsreaktion im Jahr 2022
- die gewünschte Versicherungssumme und Laufzeit
Durch die strukturierte Darstellung konnte der Versicherer die gesundheitliche Vorgeschichte von Herrn Mo. nachvollziehbar bewerten. Gerade bei Vorerkrankungen ist eine vollständige Darstellung wichtig, damit nicht einzelne Diagnosen ohne ihren medizinischen Zusammenhang beurteilt werden.
Professionelle Beratung und Vermittlung macht den Abschluss einer Risikolebensversicherung trotz Bluthochdruck möglich
Zunächst wurden die gesammelten gesundheitlichen Daten, Angaben zur Person, familiärer Situation, Beruf und Lebensstil in Form von Fragebögen festgehalten. Die gesundheitlichen Daten wurden durch die ärztlichen Befunde belegt. Die Daten wurden anonymisiert als Risikoanfrage an verschiedene Versicherer übermittelt, um eine Prüfung der Annahmechancen und Konditionen ohne Risiko einer Antragsablehnung oder eines HIS-Eintrags zu ermöglichen.
Am Ende hat ein Versicherer mit Niederlassung in Düsseldorf ein konkretes Angebot für Herrn Mo. abgeben zu einer Prämie ohne Risikozuschlag, das Herr Mo. auch so wahrnahm.
Die vorgesehenen Vertragsdaten lauten:
● Versicherer: Versicherer mit Niederlassung in Düsseldorf
● Versicherungssumme: 150.000 Euro
● Versicherungsdauer: 17 Jahre
● Jahresbeitrag: 889,37 Euro
Mit diesem Vertragsabschluss wurde die Ehefrau von Herrn Mo über den gewünschten Zeitraum finanziell abgesichert.

Sprechen Sie uns gern an
Mit unserer anonymisierten Ausschreibung können wir Antragsablehnungen effektiv vermeiden – und in vielen Fällen auch bei einer Vorerkrankung die gewünschte Risikolebensversicherung vermitteln.
Holger Schnittker
Geschäftsführer
Kontaktieren Sie mich gern:
Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen
In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.
