Aus der Praxis:
Risikolebensversicher-ung trotz HIV‑Infektion
Herr Er, selbstständiger Arzt, benötigte eine Risikolebensversicherung, um die Finanzierung eines Praxiskaufs abzusichern. Wir wurden als spezialisierter Versicherungsmakler für Personen mit HIV, die eine Risikolebensversicherung suchen, empfohlen. Durch eine strukturierte und anonymisierte Risikovoranfrage konnte schließlich ein Angebot zur Normalprämie eingeholt werden.

Wir sind auf „schwere Fälle“ spezialisiert
Im Falle einer Vorerkrankung kann es zu Antragsablehnungen kommen. Um das zu vermeiden, unterstützen wir Sie gern beim Versicherungsabschluss – vertrauensvoll und kompetent.
Holger Schnittker
Geschäftsführer
Kontaktieren Sie mich gern:
Warum der Abschluss einer Risikolebensversicherung mit HIV erschwert sein kann
Eine Risikolebensversicherung dient dazu, Angehörige, Geschäftspartner oder eine Finanzierung im Todesfall finanziell abzusichern. Für die Versicherer ist die gesundheitliche Vorgeschichte deshalb ein wesentlicher Bestandteil der Risikoprüfung.
Bei einer HIV-Infektion betrachten Versicherer unter anderem den bisherigen Krankheitsverlauf, die antiretrovirale Therapie, die regelmäßige Einnahme der Medikamente, die Viruslast, die CD4-Zellzahl sowie mögliche Begleit- oder Folgeerkrankungen. Auch Alter, Beruf, Rauchverhalten und die gewünschte Versicherungssumme und Laufzeit fließen in die individuelle Bewertung ein.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Risikolebensversicherung trotz HIV ausgeschlossen ist. Entscheidend ist, wie die konkrete gesundheitliche Situation dokumentiert ist und wie Versicherer die vorliegenden Informationen bewerten.
Medizinischer Hintergrund Herr Er.
HIV‑Infektion (seit 2003)
Herr Er. ist Jahrgang 1975, selbstständiger Arzt und Nichtraucher. Für die Absicherung seines Praxiskaufs benötigte er eine Versicherungssumme von 400.000 Euro.
Die HIV-Infektion wurde im Jahr 2003 festgestellt. Anlass für die damalige Testung war, dass sein fester Partner positiv auf HIV getestet worden war. Seitdem befindet sich Herr Er. regelmäßig in fachärztlicher Behandlung.
Eine antiretrovirale Therapie wurde im Februar 2008 begonnen. Nach den vorliegenden ärztlichen Angaben nahm Herr Er. seine Medikamente seitdem sehr zuverlässig ein. Im Verlauf wurde die Medikation angepasst. Seit April 2021 nimmt er Biktarvy mit den Wirkstoffen Bictegravir, Emtricitabin und Tenofoviralafenamid ein.
Weitere medizinische Punkte
Vorsicht: HIV‑Infektion niemals verschweigen
Bei einer Risikolebensversicherung müssen HIV‑Diagnosen immer vollständig angegeben werden. Eine Nichtangabe kann:
zur Leistungsablehnung im Todesfall führen. Gerade bei HIV prüfen Versicherer besonders streng, da die Risikoeinschätzung stark von Therapieadhärenz und Laborwerten abhängt.
Exkurs:
Warum HIV für Versicherer ein Risikofaktor bleibt
Auch wenn moderne Therapien HIV zu einer gut kontrollierbaren chronischen Erkrankung machen, bewerten Versicherer weiterhin:
Diese Faktoren führen häufig zu Zuschlägen oder Ablehnungen.
Anonymisierte Risikovoranfrage statt unkoordinierter Antragstellung
Herr Er. folgten unserem Vorschlag eine anonymisierten Risikovoranfragen an nach unserer Erfahrung geeignete Versicherer.
Statt unmittelbar einen weiteren formellen Antrag zu stellen, wurden zunächst die relevanten persönlichen, beruflichen und medizinischen Informationen strukturiert zusammengestellt. Dazu gehörten insbesondere:
- die Angaben zur erstmaligen HIV-Diagnose,
- der bisherige Therapieverlauf,
- die aktuelle Medikation,
- die regelmäßige Einnahme der Medikamente,
- die Werte zur Viruslast und zur CD4-Zellzahl,
- aktuelle ärztliche Bescheinigungen,
- Laborwerte und Informationen zu möglichen Begleiterkrankungen,
- die gewünschte Versicherungssumme und Laufzeit.
Diese Unterlagen wurden anonymisiert an geeignete Versicherer zur unverbindlichen Risikoeinschätzung weitergeleitet. Der Vorteil: Die Versicherer konnten die gesundheitliche Situation prüfen, ohne dass Herr Er. zu Beginn bereits einen Antrag mit personenbezogenen Daten stellen musste. Schließlich gab ein Versicherer mit Sitz in Stuttgart ein Angebot zur Normalprämie ab.
Versicherungsabschluss trotz HIV dank professioneller Beratung möglich
Professionelle Beratung & Vorgehen
Wir haben alle medizinischen Unterlagen vollständig aufbereitet, die HIV‑Laborwerte strukturiert dargestellt und diverse andere Informationen zur Verfügung gestellt, wie sie für eine Voranfrage bei HIV notwendig sind. Durch die anonyme Voranfrage konnten wir verhindern, dass Ablehnungen im HIS landen. Dadurch erhielt ein Herr Er. ein passendes Angebot, mit der die Finanzierung des Praxiskaufs abgesichert werden konnte. Gerade bei einer höheren Versicherungssumme und einer gesundheitlich anspruchsvollen Vorgeschichte zeigt dieser Fall, welchen Unterschied eine sorgfältig vorbereitete und anonymisierte Risikovoranfrage machen kann.
Vertragsdetails

Sprechen Sie uns gern an
Mit unserer anonymisierten Ausschreibung können wir Antragsablehnungen effektiv vermeiden – und in vielen Fällen auch bei einer Vorerkrankung die gewünschte Risikolebensversicherung vermitteln.
Holger Schnittker
Geschäftsführer
Kontaktieren Sie mich gern:
Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen
In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.
