Berufsunfähigkeitsversicherung
Abschluss trotz gefährlicher Hobbys – Motorradsport

Motorradsport zählt zu den Freizeitaktivitäten, die in der Berufsunfähigkeitsversicherung besonders sorgfältig geprüft werden. Die Bandbreite reicht von Enduro und Motocross über Dragbike‑Rennen bis hin zu Rallyes.

Versicherer bewerten Motorradsport in der Prüfung auf Versicherbarkeit in der Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) deutlich strenger als in der Risikolebensversicherung. Damit Sie einschätzen können, wie Ihre Motorradsportart eingestuft wird, finden Sie hier eine Übersicht über die typischen Bewertungen der Versicherer.

Motorradsport als Risikofaktor in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Im BU‑Antrag werden motorsportliche Tätigkeiten sehr detailliert abgefragt. Dazu gehören unter anderem:

  • Art des Motorradsports (z. B. Enduro, Motocross, Dragbike, Bahnsport, Rallye, Trial)
  • Fahrzeugtyp und Leistung
  • Teilnahme an Rennen oder Lehrgängen
  • Trainingsumfang
  • nationale oder internationale Wettbewerbe
  • berufliche oder nebenberufliche Ausübung

Diese Angaben entscheiden darüber, ob eine BU‑Absicherung möglich ist – und zu welchen Konditionen.

Bewertung einzelner Motorradsportarten in der BU

Die folgenden Einschätzungen spiegeln typische Entscheidungen der Versicherer wider. Sie dienen als Orientierung, ersetzen aber keine individuelle Prüfung. Hinweis: Die tatsächliche Entscheidung ist vom Versicherer, Tarif und den individuellen Angaben abhängig. Risikoprüfungsrichtlinien können sich ändern.

Sämtliche Bahnmotorradsportarten wie Eisspeedway, Speedway sowie Gras‑, Sand‑ und Langbahnrennen werden abgelehnt.
Regelfall: Ablehnung.

Dragster‑ und Dragbike‑Rennen werden in der BU nicht akzeptiert.
Ablehnung.

Enduro wird kritisch gesehen.

  • Freizeit: mindestens ca. 50 % Zuschlag gemäß unseren Erfahrungen
  • Zuverlässigkeitsfahren: höherer Zuschlag
  • Mehrstundenveranstaltungen: Ablehnung, Ausschluss oder mindestens ca. 100 % Zuschlag gemäß unseren Erfahrungen
  • nationale Enduro‑Rallye: vorher anfragen
  • internationale Rallyes (z. B. Dakar): Ablehnung

Fahrsicherheitstraining ohne Rennen wird meist normal angenommen.
Mit Rennen mindestens ca. 50 % Zuschlag gemäß unseren Erfahrungen.

Hillclimbing führt erfahrungsgemäß zu mindestens ca. 50 % Zuschlag oder einer Ausschlussklausel

Motoball führte oft zu einem geringen Zuschlag von ca. 25 %.

Motocross als Freizeitvergnügen bedeutet in der Regel ca. 50 % Zuschlag.
Freestyle‑Motocross führt zur Ablehnung.
Indoor, Outdoor, Profi oder Semiprofi: Ablehnung.

Privatfahrten auf Rennstrecken ohne Wettbewerb führen zu mindestens ca. 50 % Zuschlag.

Quadfahren in der Freizeit kann einen geringen Zuschlag von ca. 10 % bedeuten alternativ die Einstufung als Motorradfahrer.
Einige Versicherer sehen es kritischer, wenige nehmen normal an.
Rennsport mit Quad: Ablehnung.

Rallyes – national, international oder Dakar – werden abgelehnt.

Sportfahrerlehrgänge auf Rennstrecken führen in der Regel ca. 50 % Zuschlag oder einer Ausschlussklausel.

Sämtlicher Straßenrennsport – auch unter 250 ccm, Mini‑Bike oder Seitenwagen – wird abgelehnt.

Super Moto wird abgelehnt.

Trial führt zu einem geringen Zuschlag von ca. 25 %.
Je nach Versicherer und der Bewertung des Risikoprüfers.

Was Versicherer konkret wissen wollen – zusammengefasst

Damit Sie eine Einschätzung bekommen was die Versicherer wissen wollen:

1. Art des Motorradsports

  • Enduro
  • Motocross
  • Dragbike
  • Bahnsport
  • Rallye
  • Trial
  • Super Moto
  • Hillclimbing

2. Fahrzeugdaten

  • Leistung
  • Hubraum
  • Umbauten
  • Baujahr
  • Fahrzeugtyp

3. Nutzung & Wettbewerbe

  • Freizeit
  • Training
  • Sportfahrerlehrgänge
  • Rennen
  • nationale und internationale Wettbewerbe
  • Mehrstundenveranstaltungen

4. Tätigkeit

  • Privatfahrer
  • Vereinssport
  • Profi oder Semiprofi
  • gesponserte Tätigkeit

Diese Angaben entscheiden darüber, ob eine BU‑Absicherung möglich ist – und zu welchen Konditionen.

Risikovoranfrage in der Berufsunfähigkeitsversicherung

Gerade bei der Ausübung von Motorradsport ist eine anonymisierte Risikovoranfrage sehr sinnvoll. Damit lassen sich:

  • Zuschläge
  • Ausschlüsse
  • Ablehnungen

vorab klären, ohne dass ein Eintrag in der Sonderwagnisdatei der Lebensversicherer erfolgt.

Wir fragen mehrere Versicherer gleichzeitig an und geben Ihnen einen Überblick über die realistischen Optionen – anonymisiert und unverbindlich.

Sonderaktionen für die Berufsunfähigkeitsversicherung

Einige Versicherer bieten zeitweise Versicherungstarife an, bei denen keine Fragen nach risikoreichen Hobbys gestellt werden. Für anspruchsvolle Motorradsportarten wie Enduro‑Rallyes, Motocross‑Freestyle oder Bahnsport kann das die einzige Möglichkeit sein, überhaupt einen passenden BU‑Schutz zu erhalten.

Wir prüfen für Sie, ob aktuell passende Aktionen verfügbar sind – gerne auch für eine Risikolebensversicherung beim Hobby Motorradsport.

Kontaktieren Sie mich gern: