Aus der Praxis:
Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler trotz Profi-Nachwuchs im Fußball

Ein Vater wandte sich an uns, weil er für seinen 16-jährigen Sohn – aktuell in der 11. Klasse eines Gymnasiums – eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollte. Soweit zunächst nichts Ungewöhnliches. Doch in diesem Fall war die Situation deutlich komplexer, er betreibt Fußball als Leistungssport.

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Ausganssituation: Oberstufenschüler und Leistungssportler Fußball

Der Sohn ist sportlich sehr erfolgreich und spielt Fußball in der U 17 Nachwuchsmannschaft eines Bundesliga-Clubs. Zusätzlich wurde er bereits in der Junioren-Nationalmannschaft eingesetzt. Für seine Tätigkeit erhält er eine Vergütung in etwa auf Höhe einer Ausbildungsvergütung und wohnt kostenfrei im Internat des Clubs – aus Sicht der Versicherer also kein reiner Schüler, sondern bereits jemand mit einem zweiten „Beruf“: Nachwuchsleistungssportler.

Vorerkrankungen:

  • Prellungen aus dem Fußballtraining
  • Verstauchung des Handgelenks
  • Fraktur eines Fingergelenks

Alle Verletzungen waren folgenlos ausgeheilt und für sich genommen unproblematisch. In der Regel wäre so eine BU-Absicherung zu ganz normalen Konditionen möglich gewesen.

Doch durch den Leistungssport Fußball ergeben sich aus Sicht der Versicherer folgende Punkte:

  • erhöhtes Verletzungsrisiko
  • potenzielle Entwicklung zum Profisportler und damit ein deutliche höheres Risiko der Berufsunfähigkeit

Viele Versicherer möchten dieses Risiko grundsätzlich nicht zeichnen.

Lösungssuche:
Unser Vorgehen einer anonymisierten Voranfrage

Wir schlugen dem Vater eine anonymisierte Risikovoranfrage zur Berufsunfähigkeitsversicherung bei verschiedenen Versicherern vor. Grundlage waren:

  • ausführliche Gesundheitsfragebögen
  • Unterlagen von den regelmäßigen sportärztlichen Untersuchungen im Club

Ergebnis: Absicherung mit einer speziellen Klausel zur Definition der Berufsunfähigkeit

Bis auf einen Versicherer lehnten alle Anbieter ab. Grund: Kein Interesse, einen möglichen zukünftigen Profisportler zu versichern. Doch ein Versicherer war bereit, eine individuelle Lösung in Abstimmung mit uns anzubieten.

Der Versicherer stellte Versicherungsschutz zu den normalen günstigen Bedingungen für einen Oberstufenschüler zur Verfügung – allerdings mit einer speziellen Vereinbarung, die ein vereinfachter Form heißt:

Bei der Prüfung auf Berufsunfähigkeit wird die Tätigkeit als Fußballer nicht berücksichtigt.

Bedeutet:

Der Sohn genießt vollen BU-Schutz für alle „normalen“ beruflichen Tätigkeiten. Der mögliche zukünftige Beruf als Fußballer ist jedoch nicht Bestandteil des Versicherungsschutzes. Es gibt keinen Beitragszuschlag. Wenn der junge Mann vielleicht später Profifußballer wird, sind deutliche höhere Absicherungen, passgenau für Profisportler sinnvoll, die aber auch deutlich teurer sind.

Für uns und den Vater war das eine sehr faire und sinnvolle Lösung:

  • Schutz für das spätere Berufsleben – egal, ob Studium, Ausbildung oder anderer Karriereweg
  • auch nach einer möglichen Fußballkarriere wieder normal abgesichert, z. B. auch als Trainer
  • Verletzungen aus dem Fußball sind abgesichert, wenn sie später zu BU führen (z. B. Knieverletzung → spätere Arthrose → Berufsunfähigkeit)

So sieht die abgeschlossene Absicherung aus:

  • Berufsunfähigkeitsrente: 1.500 € monatlich
  • garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall: 1 %
  • Versicherungsdauer: bis zum 67. Lebensjahr
  • Beitragsdynamik: 3 %
  • Beitrag: 54,69 € monatlich

Da der Sohn noch minderjährig ist:

  • Versicherungsnehmer zunächst der Vater
  • unwiderruflich bezugsberechtigt für die BU-Rente: der Sohn
  • der Sohn zahlt den Beitrag selbst – ein wichtiges Signal für Verantwortungsbewusstsein

Ergänzend wurde noch eine Unfallversicherung abgeschlossen, auch hier konnten wir mit einem Versicherer vereinbaren, dass die ganz normalen Schülerprämien gelten, solange der junge Mann Schüler ist, danach wäre dann ein neuer Vertrag notwendig:

  • Versicherungssumme: 200.000 €
  • 350 % Progression

Topleistung mit einer deutlich verbesserten Gliedertaxe: beispielhaft „Bein unterhalb des Knies“ wird als 100 % gewertet (Marktdurchschnitt liegt eher bei 50 %)

  • Beitrag pro Jahr: 208,37 €

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Fazit

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler wie hier mit der Tätigkeit Leistungssport ist oft machbar – Entscheidend sind:

  • saubere Aufbereitung der Gesundheitsdaten
  • professionelle, anonyme Voranfrage
  • Kenntnis, welche Versicherer in solchen Fällen grundsätzlich lösungsorientiert sind

Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen

Unsere Erfahrung zeigt, dass auch bei Vorerkrankungen eine Berufsunfähigkeitsversicherung möglich ist. Wir prüfen individuell die Optionen, vergleichen Angebote und begleiten Sie professionell beim Abschluss. Nutzen Sie unsere kostenfreie Beratung, um auch in schwierigen Fällen die bestmögliche Absicherung zu erhalten.