Aus der Praxis:
Abschluss einer Risikolebensversicherung mit Hepatitis B

Eine bestehende Hepatitis-B-Infektion erschwert den Abschluss einer Risikolebensversicherung erheblich. Versicherer bewerten die Erkrankung als erhöhtes Risiko, wodurch Zuschläge oder sogar Ablehnungen möglich sind. Mit einer klugen Vorgehensweise, wie anonymisierten Voranfragen, lässt sich jedoch häufig dennoch eine Absicherung realisieren.

Kontaktieren Sie mich gern:

Besondere Ausgangslage bei Hepatitis B

Bei einer Hepatitis-B-Infektion prüfen Risikolebensversicherer sehr genau, bevor sie ein Angebot abgeben. Besonders die Gefahr einer Chronifizierung, die bei 5–10 % der Erwachsenen auftritt, macht die Risikoeinschätzung komplex. Während viele Betroffene nur leichte grippeähnliche Beschwerden erleben, können bei anderen deutliche Symptome wie Appetitlosigkeit, Erbrechen, Gelbsucht oder anhaltende Müdigkeit auftreten. Kritisch wird es dann, wenn die Erkrankung dauerhaft bestehen bleibt – denn in solchen Fällen drohen langfristige Leberschäden bis hin zum Leberversagen.

Exkurs:
Exkurs: Hepatitis B – und warum sie für Versicherer ein Risiko darstellen kann

Hepatitis B ist eine virale Leberentzündung, die über Blut und Körperflüssigkeiten übertragen wird. Für Versicherer ist das Erkrankungsbild relevant, da eine chronische Infektion schwere Folgeerkrankungen nach sich ziehen kann, darunter Leberzirrhose oder Krebs. Genau diese Unsicherheit in der Prognose führt dazu, dass viele Gesellschaften bei Anträgen mit Hepatitis B sehr zurückhaltend reagieren.

Weitere Formen der Hepatitis und deren Bewertung durch Versicherer

Neben Hepatitis B gibt es weitere Hepatitis-Varianten wie Hepatitis A, C, D oder E. Versicherer unterscheiden hier deutlich: Während eine ausgeheilte Hepatitis A meist kein größeres Problem darstellt, führen Infektionen mit B, D oder E oft zu Zuschlägen oder Ablehnungen. Auch Leberentzündungen durch Alkoholmissbrauch oder Stoffwechselerkrankungen wie Eisen- oder Kupferspeicherkrankheit erfordern immer eine besonders sorgfältige Prüfung.

Versicherungsabschluss trotz Hepatitis dank professioneller Beratung möglich

Der Abschluss einer Risikolebensversicherung mit Hepatitis B erfordert eine besonders sorgfältige Gesundheitsprüfung. Versicherer verlassen sich dabei nicht allein auf die Selbstauskunft, sondern verlangen oft zusätzliche Unterlagen wie:

  • Fachärztliche Befunde mit genauer Diagnose und Krankheitsverlauf
  • Aktuelle Laborwerte der Leberfunktion
  • Ärztliche Verlaufskontrollen zur Stabilität der Erkrankung

Um eine direkte Ablehnung zu verhindern, empfiehlt sich der Weg über anonymisierte Voranfragen. Dabei prüfen verschiedene Versicherer anhand der eingereichten Daten, ob sie zu einem Angebot bereit sind. Das Vorgehen läuft typischerweise so:

  • Sammlung aller relevanten medizinischen Unterlagen
  • Anonymisierte Anfrage bei mehreren Versicherern
  • Vergleich der Rückmeldungen mit eventuellen Zuschlägen oder Ausschlüssen
  • Auswahl des bestmöglichen Angebots

Mit diesem strukturierten Vorgehen erhöhen Antragsteller ihre Chancen deutlich und vermeiden zugleich einen negativen Eintrag in das Sonderwagnisregister.

Kontaktieren Sie mich gern:

Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen

In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.