Aus der Praxis:
Risikolebensversicherung trotz schwerer Lungeninfektion & langjähriger Psychotherapie

Dr. Ei und sein Ehemann, Herr Ei, beide 46 Jahre alt, haben gemeinsam eine Immobilie zur Eigennutzung erworben. Obwohl die Bank keine Pflicht zur Absicherung des Darlehens vorsah, wollten beide eine Risikolebensversicherung abschließen, um sich gegenseitig finanziell zu schützen. Die Ausgangslage war jedoch alles andere als einfach: Beide verfügen über eine umfangreiche medizinische Vorgeschichte, die bei vielen Versicherern zu sofortigen Ablehnungen führt.


In diesem Praxisfall zeigen wir, wie trotz einer schweren Lungeninfektion mit Operation, wiederholten Pneumonien, zahlreichen Facharztbehandlungen, psychotherapeutischer Langzeitbehandlung und einer Zwangsstörung dennoch zwei vollwertige Risikolebensversicherungen abgeschlossen werden konnten – und warum eine professionelle, anonymisierte Risikovoranfrage hier entscheidend war.

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Die Ausgangssituation: Absicherung einer Immobilienfinanzierung

Das Ehepaar besteht aus:

  • Dr. Ei, leitender Oberarzt in einer psychiatrischen Klinik
  • Herr Ei, Bundesbeamter im höheren Dienst

Beide verfügen über stabile Einkommen und wollten ihre Finanzierung anteilig absichern. Besonders wichtig war ihnen die Möglichkeit einer Über‑Kreuz‑Risikolebensversicherung, um sich gegenseitig finanziell zu schützen und auch einer möglichen Erbschaftssteuerproblematik aus dem Weg zu gehen.

Doch die medizinische Historie beider Partner war außergewöhnlich umfangreich – und für Versicherer entsprechend anspruchsvoll.

Der Krankheitsverlauf von Herrn Ei: Schwere Lungeninfektion, Operation & über 18 Monate Nachsorge

Vor zwei Jahren erlitt Herr Ei eine der schwersten Komplikationen, die im Bereich der Lungeninfektionen auftreten können: ein Pleuraempyem Stadium III. Diese Erkrankung entsteht, wenn sich Eiter zwischen Lunge und Rippenfell ansammelt – ein lebensbedrohlicher Zustand, der sofortige medizinische Maßnahmen erfordert.

Der Verlauf im Detail

Juni–August 2023: Erste Symptome & Fehldeutungen Zunächst traten unspezifische Beschwerden auf: Leistungsabfall, Atemnot, Thoraxschmerzen. Mehrere Ärzte vermuteten harmlose Ursachen wie Infekte oder kardiologische Probleme. Erst später stellte sich heraus, dass dies bereits die ersten Anzeichen des sich entwickelnden Empyems waren.

August 2023: Diagnose & Notfallaufnahme Am 3. August 2023 wurde eine Pneumonie diagnostiziert. Wenige Tage später verschlechterte sich der Zustand dramatisch: Atemnot, Ruhepuls über 130, starke Schmerzen. In der Notaufnahme wurde ein hochgradiger Verdacht auf Pleuraempyem gestellt. Herr Ei wurde sofort in eine Lungenklinik verlegt.

Operation (VATS) & stationärer Aufenthalt Vom 8. bis 16. August 2023 erfolgte eine videoassistierte Thorakoskopie (VATS) mit:

  • Empyemektomie
  • Dekortikation
  • Entfernung entzündlicher Gewebeschichten

Diese Operation ist ein schwerwiegender Eingriff, der nur bei fortgeschrittenen Empyemen notwendig wird.

September–Oktober 2023: Wiederholte Pneumonien Trotz Operation kam es zu erneuten Infekten:

  • erneute Pneumonie rechts
  • blutiger Auswurf
  • Fieber
  • CT‑gesicherte Infiltrate

Mehrere Antibiotikatherapien waren notwendig.

2023–2024: Intensive Nachsorge Über viele Monate hinweg erfolgten:

  • regelmäßige Lungenfunktionsprüfungen
  • CT‑Kontrollen
  • Ausschluss von Immundefekten
  • Ausschluss von Sarkoidose
  • Atemtherapie über ein Jahr
  • wiederholte HNO‑Behandlungen wegen Begleitsymptomen

2024–2025: Stabilisierung & vollständige Genesung Ab Mitte 2024 zeigten sich deutliche Verbesserungen:

  • vollständige Rückbildung aller Infiltrate
  • normale Lungenfunktion
  • keine Infektanfälligkeit mehr
  • CT 2024: vollständige Restitutio
  • Abschlussbericht 2025: „vollständig beschwerdefrei, funktionell normalbefund“

Damit gilt die Erkrankung heute als vollständig ausgeheilt – ein entscheidender Punkt für die Versicherbarkeit.

Der Krankheitsverlauf von Dr. Ei: Langjährige Psychotherapie & Zwangsstörung

Dr. Ei befindet sich seit vielen Jahren in psychotherapeutischer Behandlung. Die Diagnose lautet:

  • Zwangsstörung (ICD‑10 F42.2)
  • Zwangsgedanken und Zwangshandlungen
  • Beginn im Jugendalter

Therapieverlauf

Seit 2020 läuft eine tiefenpsychologisch orientierte Langzeittherapie mit:

  • über 200 Sitzungen
  • wöchentlichen Terminen
  • intensiver Aufarbeitung eines traumatischen Ereignisses
  • stabiler Symptomfreiheit seit über einem Jahr
  • keinerlei Rückfällen
  • keiner medikamentösen Behandlung

Der aktuelle Befundbericht des Psychotherapeuten beschreibt die Prognose als sehr günstig, die Symptomatik als erfolgreich bewältigt und die Therapiephase als rezidivprophylaktisch.

Für Versicherer ist eine laufende Psychotherapie grundsätzlich ein Risikofaktor – aber der stabile Verlauf und die positive Prognose waren entscheidend.

Exkurs:
Warum psychische Erkrankungen und schwere Infektionen für Versicherer ein Risiko darstellen

Psychische Erkrankungen

Versicherer bewerten:

  • Rückfallrisiko
  • Dauer der Therapie
  • Arbeitsfähigkeit
  • Prognose
  • Stabilität der letzten Jahre

Eine laufende Therapie führt oft zu Ablehnungen – selbst wenn der Patient stabil ist.

Schwere Infektionen & Lungenoperationen

Ein Pleuraempyem ist eine der schwersten Komplikationen einer Pneumonie. Versicherer achten auf:

  • vollständige Ausheilung
  • CT‑Befunde
  • Lungenfunktion
  • Infektanfälligkeit
  • mögliche Folgeschäden

Bei Herrn Ei war entscheidend, dass alle Befunde 2024/2025 eine vollständige Genesung bestätigten.

Abschluss einer Risikolebensversicherung trotz komplexer Gesundheitslage

Wie bei allen schwierigen Fällen wurde eine anonymisierte Risikovoranfrage durchgeführt. Dadurch konnten Ablehnungen ohne Risiko eines HIS‑Eintrags eingeholt und die tatsächlichen Chancen realistisch bewertet werden.

Die Rückmeldungen der Versicherer:

  • Mehrere Ablehnungen
  • Einige Angebote mit Risikozuschlägen
  • Ein Versicherer bot eine Normalannahme – ohne Zuschlag

Dieser Versicherer mit Niederlassung in Düsseldorf war bereit, beide Eheleute zu identischen Konditionen anzunehmen – trotz der umfangreichen Gesundheitsdaten.

Damit konnte die gewünschte Absicherung vollständig umgesetzt werden.

Vertragsdetails:

Vertrag Dr. Ei

  • Versicherungssumme: 350.000 €
  • Laufzeit: 23 Jahre
  • Beitrag: 733,63 € pro Jahr

Vertrag Herr Ei

  • Versicherungssumme: 350.000 €
  • Laufzeit: 23 Jahre
  • Beitrag: 733,63 € pro Jahr

Beide Verträge wurden beim gleichen Versicherer abgeschlossen – zu identischen Konditionen und ohne Zuschläge.

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Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen

In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.