Aus der Praxis:
Abschluss einer Risikolebensversicherung mit Morbus Crohn

Schon beim ersten Blick auf die Krankenakte unserer Mandantin war klar: Einfach würde dieser Abschluss nicht werden. Morbus Crohn ist für viele Versicherer ein heikles Thema, da das Risiko schwer einzuschätzen ist. Frau L., 30 Jahre alt, suchte dennoch dringend nach einer Absicherung – und konnte sich trotz Vorerkrankung erfolgreich eine Risikolebensversicherung sichern.

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Erschwerter Abschluss einer Risikolebensversicherung bei 30-jähriger Bürokauffrau wegen Morbus Crohn

Frau L. ist 30 Jahre alt, Bürokauffrau und Mutter zweier kleiner Kinder im Alter von drei und fünf Jahren. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie sich im vergangenen Jahr den Traum vom Eigenheim erfüllt. Für die Finanzierung war ein hoher Kredit notwendig, den es nun abzusichern gilt. Da ihr Mann als Künstler über kein regelmäßiges Einkommen verfügt, trägt Frau L. den überwiegenden Teil des Familieneinkommens. Der Gedanke, dass ihre Familie im Falle ihres Todes mit Kreditlast und fehlendem Einkommen dastehen könnte, bereitete ihr erhebliche Sorgen.

Hinzu kommt die Vorerkrankung: Morbus Crohn, eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die in Schüben verläuft. Frau L. erlebte seit der Diagnose bereits mehrere Schübe, die mit Bauchschmerzen, Durchfällen und ärztlicher Behandlung verbunden waren. Zwar gab es auch lange beschwerdefreie Phasen, doch die Unberechenbarkeit der Krankheit bleibt bestehen. Für Versicherer stellt genau dieses Risiko eine Hürde dar – insbesondere, weil ein leicht erhöhtes Darmkrebsrisiko besteht. Frau L. war sich dieser Problematik bewusst und wusste, dass ein verschweigender Antrag nicht infrage kommt. Stattdessen wollte sie einen sauberen Weg gehen, um eine realistische Chance auf Absicherung zu haben.

Exkurs:
Exkurs: Morbus Crohn – und warum sie für Versicherer ein Risiko darstellen kann

Morbus Crohn zählt zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen und betrifft den Verdauungstrakt, meist den Dünn- und Dickdarm. Typische Symptome sind Bauchschmerzen, Durchfälle und Blutabsonderungen. Die Erkrankung verläuft schubweise und ist bislang nicht heilbar. Versicherer stufen Morbus Crohn kritisch ein, da Betroffene häufiger Folgeerkrankungen entwickeln und das Darmkrebsrisiko etwas erhöht ist.

Erfolgreicher Abschluss einer Risikolebensversicherung trotz Morbus Crohn

Um eine direkte Ablehnung zu vermeiden, entschieden wir uns gemeinsam mit Frau L. für eine anonyme Ausschreibung. Dabei wurden verschiedene Versicherer angefragt, ohne dass ein formaler Antrag gestellt wurde. So konnte zunächst unverbindlich geprüft werden, welche Anbieter trotz Morbus Crohn grundsätzlich bereit sind, Versicherungsschutz anzubieten.

Für die Ausschreibung wurden ein aktueller ärztlicher Bericht sowie eine Selbstauskunft von Frau L. beigelegt. Diese Unterlagen gaben den Versicherern ein präzises Bild ihres Gesundheitszustandes und schafften Transparenz über Krankheitsverlauf und Risikolage. Durch diese Vorgehensweise ließ sich nicht nur eine Antragsablehnung vermeiden, sondern auch eine negative HIS-Eintragung.

Nach rund zwei Wochen lagen die Rückmeldungen vor. Mehrere Versicherer äußerten grundsätzliches Interesse, verlangten aber Risikozuschläge. Nach detaillierter Angebotsprüfung entschied sich Frau L. für das Angebot, das in Preis und Leistung am besten zu ihrer Situation passte. Der Risikozuschlag von 30 % war dabei vergleichsweise moderat, vor allem angesichts der Vorerkrankung. Entscheidend war: Ihre Familie ist nun abgesichert, das Haus finanziell geschützt, und Frau L. konnte trotz schwieriger Ausgangslage eine stabile Lösung finden.


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Langjährige Erfahrung für Ihre Absicherung
Wir finden Lösungen auch bei Vorerkrankungen

In unserer langjährigen Tätigkeit als spezialisierte Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.