Dread-Disease-Versicherung
Absicherung bei schweren Krankheiten

Die Dread-Disease-Versicherung, auch Schwere-Krankheiten-Versicherung genannt, bietet eine einmalige Kapitalzahlung, wenn bei der versicherten Person eine der vertraglich festgelegten schweren Krankheiten diagnostiziert wird. Typischerweise gehören dazu Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs oder Multiple Sklerose. Je nach Anbieter können auch andere Erkrankungen wie Organtransplantationen, Nierenversagen oder Demenz enthalten sein. Im Unterschied zu einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Auszahlung nicht daran gebunden, ob jemand dauerhaft nicht mehr arbeiten kann. Entscheidend ist allein die medizinische Diagnose.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die Dread-Disease-Versicherung ist eine zusätzliche Absicherung neben der Berufsunfähigkeitsversicherung.
  • Die finanzielle Unterstützung im Versicherungsfall erfolgt als Einmalzahlung und kann flexibel verwendet werden (z. B. für Therapien oder zur Tilgung eines laufenden Kredits).
  • Je nach Tarif umfasst der Versicherungsschutz 30 bis 50 schwere Krankheiten.
  • Beim Versicherungsabschluss ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich.
  • Bezüglich der Kosten für die Versicherung gilt: Je jünger und gesünder die versicherte Person, desto günstiger fallen die Beiträge aus.

Vorteile der Dread-Disease-Versicherung

Eine schwere Erkrankung verändert das Leben oft schlagartig. Neben gesundheitlichen Herausforderungen entstehen auch finanzielle Belastungen. Die Versicherung bietet Vorteile wie:

  • Sofortige finanzielle Unterstützung durch eine einmalige Auszahlung
  • Flexible Verwendung: Das Kapital kann frei genutzt werden (z. B. für Therapien, Kredittilgungen oder Alltagsanpassungen).
  • Zusätzliche Absicherung neben Kranken-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung

Leistungen im Überblick

Die konkreten Leistungen variieren je nach Anbieter, umfassen jedoch in der Regel:

  • Einmalige Auszahlung der vereinbarten Versicherungssumme
  • Abdeckung von etwa 30 bis 50 schweren Krankheiten (abhängig vom Tarif)
  • Schutz unabhängig von der Arbeitsfähigkeit
  • Gesundheitsprüfung beim Abschluss
  • Wahl einer individuell passenden Versicherungssumme

Für wen ist die Dread-Disease-Versicherung sinnvoll?

Eine Dread-Disease-Versicherung kann besonders interessant sein für:

  • Personen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können und nach Alternativen suchen
  • Personen, die eine ergänzende Absicherung zur Berufsunfähigkeitsversicherung suchen

Kosten und Einflussfaktoren

Die Beitragshöhe hängt von mehreren Aspekten ab:

  • Alter und Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss
  • Höhe der gewünschten Versicherungssumme
  • Laufzeit der Versicherung
  • Beruf und Risikogruppe
  • Umfang der abgesicherten Krankheiten

Je jünger und gesünder die versicherte Person, desto günstiger fallen die Beiträge aus.

Abgrenzung zu anderen Versicherungen

  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Monatliche Rente bei dauerhafter Einschränkung der Arbeitsfähigkeit – unabhängig von der Ursache und sollte in der Regel im die wichtigste Absicherung sein.
  • Unfallversicherung: Zahlt nur bei gesundheitlichen Folgen durch einen Unfall, nicht bei Krankheiten.
  • Krankentagegeldversicherung: Ergänzt das Krankengeld, wenn eine längere Arbeitsunfähigkeit vorliegt, die Zahlungsdauer ist aber befristet.

Die Dread-Disease-Versicherung ergänzt diese Absicherungen, indem sie schon bei Diagnose einer definierten Erkrankung leistet.

FAQ:
Häufig gestellte Fragen & Antworten zur Dread-Disease-Versicherung

Je nach Anbieter zwischen 30 und 50 Krankheiten, meist Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebs, Multiple Sklerose und weitere schwere Erkrankungen.

Empfohlen wird häufig das Dreifache des Jahresnettoeinkommens, um Einkommensausfälle und Zusatzkosten abzufangen. Es sollte aber immer die individuelle finanzielle Situation einschließlich bestehender Absicherung betrachtet werden.

Sobald eine ärztliche Diagnose vorliegt, die die vertraglich festgelegten Kriterien = Krankheiten erfüllt. Eine Berufsunfähigkeit ist keine Voraussetzung.

Wartzeiten gibt es keine. Einige Versicherer haben Karenzzeiten, in denen kein Schutz besteht. Die Details sind in den Vertragsbedingungen geregelt.

Diese müssen im Antrag angegeben werden. Es kann zu Zuschlägen, Ausschlüssen oder Ablehnung kommen. Ehrliche Angaben sind zwingend notwendig.

In der Regel ist die Auszahlung steuerfrei, solange die Beiträge privat gezahlt wurden. Bei Verträgen bei denen die Firma Versicherungsnehmer und Beitragszahler ist kann es zu einer Besteuerung der Versicherungsleistung kommen.