Erwerbsminderungsrente beantragen

Der Rentenantrag für die gesetzliche Erwerbsminderungsrente bei Arbeitsunfähigkeit kann sowohl formlos gestellt werden, als auch durch die Verwendung der beim zuständigen Träger (z.B. Deutsche Rentenversicherung Bund) erhältlichen Antragsformulare. Wobei darauf hingewiesen sei, dass ein formloser Antrag die Prüfung des Leistungsanspruchs unnötig in die Länge ziehen kann. Wer keinen sicheren Anspruch auf die gesetzliche Rente hat bzw. bei dem die Rente zu niedrig ausfällt, der kann sich mithilfe einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung absichern.

Tipps zum Thema Erwerbsminderungsrente beantragen:

Dem Antrag für die Erwerbsminderungsrente sind unter anderem die folgenden Versicherungsunterlagen (zumeist Originale und keine Fotokopien) beizufügen:

  • Urkunden wie z. B. Geburtsurkunde, ggf. Heiratsurkunde
  • Nachweise über Ausbildungszeiten, Krankheitszeiten, Arbeitslosigkeit
  • Aufrechnungsbescheinigungen
  • Gültiger Personalausweis (bzw. Reisepass)
  • Geburtsurkunden der Kinder
  • Bankdaten, d.h. Internationale Kontonummer IBAN und internationale Bankleitzahl BIC
  • Chipkarte der Krankenkasse
  • Versicherungsnachweise
  • Steueridentifikationsnummer
  • Gesellenbrief / Kaufmannsgehilfenbrief / Lehrvertrag o. Ä.

Hilfe beim Ausfüllen der Antragsformulare und Beratung bekommt man sowohl bei dem Personal des Rentenversicherungsträgers als auch von den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung, der gesetzlichen Krankenkassen und der Versicherungsämter.

Die folgenden Formulare sind notwendig bei einem Rentenantrag auszufüllen bzw. die darauf vermerkten Unterlagen (Formular R990) sind dem Antrag beizufügen.

Antragsformulare der Deutschen Rentenversicherung Bund:

Des Weiteren sind die folgenden Formulare ebenfalls von Bedeutung, wenn man eine Erwerbsminderungsrente beantragen möchte:

Hinsichtlich der Chancen einer Bewilligung lässt sich anhand der aktuellen Zahlen sagen, dass fast nur jeder zweite Antrag überhaupt bewilligt wird. 191.748 Bewilligungen von Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit standen im Jahr 2012 laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung 148.598 Ablehnungen gegenüber. Eine Ablehnung erfolgte meist, nämlich in 105.880 Fällen, infolge des gutachterlichen Resultates, dass bei dem Antragsteller ein Restleistungsvermögen auf dem Arbeitsmarkt von über sechs Stunden pro Tag bestehen würde. Daher sollte der Rentenantrag mit einem aussagekräftigen Gutachten über die Erkrankung, idealerweise von verschiedenen Fachärzten, eingereicht werden.

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