Risikolebensversicherung abschließen trotz Schlaganfall – ein Praxisbeispiel

Wer einen Schlaganfall erlitten hat, stellt sich häufig auch die Frage, wie der Lebensunterhalt der Familie nach dem eigenen Ableben weiter gesichert werden kann. Als Lösung kommt dann in der Regel eine Risikolebensversicherung ins Spiel. Sie hilft dabei, im Todesfall des Versicherungsnehmers die Hinterbliebenen finanziell zu unterstützen, um zumindest mittelfristig alle anstehenden Kosten (Lebenshaltungskosten, Kreditraten, Ausbildungskosten etc.) decken zu können.

In Deutschland sind etwa 15 % der Menschen von einem Schlaganfall und seinen Folgen betroffen, darunter auch einer unserer Mandanten, der schon im Alter von 31 Jahren einen Schlaganfall erlitt. Wie es ihm trotz des erhöhten Gesundheitsrisikos gelungen ist, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, möchten wir Ihnen im Folgenden veranschaulichen.

Schlaganfall bei einem 32-jährigen Automobilkaufmann

Herr S. ist seit über 10 Jahren als Kaufmann für Automobile tätig und hat sich in eine verantwortungsvolle Position hochgearbeitet. Dabei sind gesunde Ernährung und Sport manchmal auf der Strecke geblieben. Auch mit dem Rauchen hat er aufgrund des täglichen Stresses angefangen. Vor einem Jahr dann erlitt er einen Schlaganfall: Bei Herrn S. hatte ein Blutgerinnsel in einer verengten Arterie des Gehirns zu einem Stau geführt, wodurch das betroffene Hirnareal nicht ausreichend versorgt wurde.

Dieser sogenannte Ischämische Infarkt war für ihn, seine Frau und seine 5-jährige Tochter ein einschneidendes Erlebnis. Wenige Monate zuvor hatten Herr S. und seine Frau sich den Traum einer Eigentumswohnung im Zentrum der Stadt erfüllt, für die sie einen Kredit aufgenommen haben. Plötzlich wird der Familie bewusst, wie wichtig das regelmäßige Einkommen der beiden ist, um die Wohnung zu halten und ihrer Tochter eine sichere Zukunft bieten zu können.

Häufigste Ursachen und Symptome für einen Schlaganfall
  • Ischämischer Infarkt (ca. 80 bis 85 %): Durch ein Blutgerinnsel wird eine Arterie im Gehirn verstopft, sodass das betreffende Hirnareal unzureichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt wird. Dafür ist häufig eine Verkalkung der Arterien, beispielsweise durch einen hohen Cholesterinspiegel, Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen, verantwortlich.
  • Hämorrhagischer Infarkt (ca. 15 bis 20 %): Durch Platzen eines Blutgefäßes entsteht ein Bluterguss im Gewebe des Gehirns. Dadurch kommt es zu einer Hirnblutung und Funktionsstörungen, durch welche betroffene Teile des Gehirns teilweise absterben. Als besonders gefährlicher Auslöser gilt Bluthochdruck.

Je früher Symptome erkannt werden, desto besser, denn durch schnelle medizinische Hilfe kann das Risiko für Folgeschäden gemindert werden. Die häufigsten möglichen Symptome sind:

  • starke Kopfschmerzen
  • Schwindel und Gleichgewichtsschwierigkeiten
  • plötzliche einseitige Lähmung
  • Kraftminderung
  • Taubheit
  • Störungen der Sehkraft, Sprache oder des Verständnisses

Erhöhtes Gesundheitsrisiko nach einem Schlaganfall

Durch einen Arbeitskollegen wird Herr S. auf die Idee gebracht, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. Sollte er einen Versicherer finden, der bereit ist, ihn zu versichern, wären seine Frau und seine Tochter im Falle seines Versterbens finanziell abgesichert. Er weiß jedoch auch, dass sein Schlaganfall ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für den Versicherer darstellt und der Versicherungsabschluss folglich kein Selbstläufer ist.

Um dennoch einen guten Versicherer zu finden, beschließt Herr S., sich an uns als unabhängigen Versicherungsberater zu wenden. Für das weitere Vorgehen bitten wir unseren Mandanten um einen fachärztlichen Befund inklusive Verlaufskontrollen. Diese Unterlagen sind für die Gesundheitsprüfung nötig, die im Rahmen der Antragstellung durchgeführt wird.

Erfolgreicher Abschluss einer Risikolebensversicherung dank professioneller Beratung

Nach einem Gespräch mit Herrn S. haben wir mittels eines anonymisierten Ausschreibungsverfahrens diejenigen Versicherungsanbieter ermittelt, die bereit wären, ihm einen Versicherungsschutz anzubieten. Auf diese Weise konnte die Ablehnung seines Antrags schon im Vorfeld umgangen werden. Zudem musste Herr S. nicht befürchten, im Zuge eines abgelehnten Antrages in die Sonderwagniskartei der Versicherer aufgenommen zu werden, was die Erfolgschancen bei weiteren Antragstellungen nur noch mehr verringert hätte.

Nachdem die Angebote der verschiedenen Versicherer bei uns eingegangen waren, haben wir Herrn S. im Zuge unseres umfassenden Angebotsvergleichs über seine Möglichkeiten informiert und standen ihm bei seinen Fragen mit entsprechenden Empfehlungen, Hinweisen und Tipps zur Seite. So konnte er sich schließlich für das Angebot entscheiden, dass den gewünschten Leistungsumfang zu den bestmöglichen Konditionen bot, und eine Risikolebensversicherung trotz vorherigem Schlaganfall erfolgreich abschließen.