Risikolebensversicherung abschließen trotz mehrerer Vorerkrankungen – ein Praxisbeispiel

Eine Risikolebensversicherung dient der finanziellen Absicherung der Hinterbliebenen für den Fall, dass die versicherte Person – meist der Hauptverdiener – stirbt. Das plötzlich wegbrechende Einkommen kann dann durch die Versicherungsleistungen kompensiert werden, sodass sowohl die laufenden Kosten als auch Zahlungspflichten wie zum Beispiel Kreditraten weiterhin gestemmt werden können. Weil staatliche Hilfen wie die sogenannte Witwenrente häufig zu kurz greifen, ist es generell empfehlenswert, eine Risikolebensversicherung abzuschließen.

Vorerkrankungen sind oft eine Hürde beim Versicherungsabschluss

Weist die zu versichernde Person eine oder mehrere Vorerkrankungen wie Agoraphobie mit Panikstörungen, Depressionen oder Heuschnupfen auf, ist der Abschluss einer Risikolebensversicherung kein Selbstläufer. Denn die Versicherer prüfen genau, inwiefern die Vorerkrankungen die Gesundheit der zu versichernden Person in negativer Weise beeinflussen und Auswirkungen auf deren Lebenserwartung haben. Dabei ist es unerheblich, ob es sich bei den Vorerkrankungen um körperliche oder psychische Krankheiten handelt.

Liegen schwerwiegende Vorerkrankungen vor, ist es ratsam, die Risikolebensversicherung zusammen mit einem unabhängigen Versicherungsmakler abzuschließen. Dadurch kann nicht nur eine Antragsablehnung, sondern auch ein Eintrag in die Sonderwagniskartei der Versicherer vermieden werden. Beides würde jede weitere Antragstellung bei einem anderen Versicherer noch mehr erschweren. Einem unserer Mandanten ist genau das widerfahren: Nachdem sein Antrag von einem Versicherer abgelehnt wurde, beschloss er, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen und wendete sich an uns. Im Folgenden beschreiben wir, wie es uns doch noch gelungen ist, die gewünschte Risikolebensversicherung für ihn erfolgreich abzuschließen.

Wir finden Lösungen bei Vorerkrankungen

Gerne unterstützen wir Sie beim Abschluss Ihrer Risikolebensversicherung. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf und fordern Sie spezielle Versicherungsangebote bei Vorerkrankungen bei uns an – natürlich kostenfrei!

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In unserer langjährigen Tätigkeit als unabhängige Versicherungsmakler haben wir bereits viele Mandanten mit den unterschiedlichsten Vorerkrankungen betreut. Unser Vorgehen bei der Vermittlung einer Risikolebensversicherung ist darauf spezialisiert, eine Antragsablehnung und damit eine Eintragung in die Sonderwagsniskartei der Lebensversicherer zu vermeiden.

Mehr über unser Vorgehen erfahren

Mehrere Vorerkrankungen bei einem 31-jährigen Servicetechniker

Herr B. ist ein aufgeschlossener Mensch, verheiratet und Vater eines kleinen Kindes. Nach seiner Ausbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker hat Herr B. einen Job als Servicetechniker angetreten, der ihm liegt und Spaß bereitet. Er schätzt vor allem die vielen praktischen Tätigkeiten und den Kontakt zu den verschiedensten Menschen. Ein außergewöhnlicher Konflikt zwischen Herrn B. und seinem Vater führt jedoch dazu, dass er plötzlich nicht mehr unter Menschen gehen möchte. Er hält sich ungern an öffentlichen Plätzen auf und fühlt sich regelrecht hilflos im Umgang mit anderen. Dies wiederum löst Beklemmungen aus, die ihm das Atmen erschweren und zu Schweißausbrüchen führen. Auch von Platzangst in Räumen mit verhältnismäßig vielen Menschen wird Herr B. geplagt.

Nach ein paar Monaten begibt sich Herr B. in ärztliche Behandlung, da sich keine Besserung einstellt. Die Diagnose lautet Agoraphobie mit Panikstörung und soziale Phobie. Außerdem leidet Herr B. unter einer leicht depressiven Episode. Er beginnt daraufhin eine psychotherapeutische Behandlung, die knapp zwei Jahre andauert und anfangs von Medikamenten begleitet wird. Nach dieser Zeit hat sich die psychische Störung vollständig zurückgebildet. Ohne Rückfälle hat Herr B. seine soziale und emotionale Kompetenz wieder gefestigt und seine Phobie überwunden, weshalb er aus ärztlicher Sicht als geheilt gilt. Da auch der Streit mit seinem Vater beigelegt ist, möchte sich Herr B. nun befreit seinem Traum widmen: ein eigenes Haus für sich und seine Familie. Um die Baufinanzierung des Eigenheims abzusichern, fordert seine Bank allerdings den Nachweis einer Risikolebensversicherung.

Risikolebensversicherung zur Absicherung von Baukrediten

Banken fordern zur Absicherung ihrer Kredite oft den Abschluss einer Risikolebensversicherung. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass der Kredit auch dann zurückgezahlt werden kann, wenn der Kreditnehmer plötzlich verstirbt.

Herr B. stellte einen Antrag bei der Cosmosdirekt. Aufgrund seiner Vorerkrankungen fällt die Gesundheitsprüfung zu Ungunsten von Herrn B. aus – seine Antrag wird abgelehnt. Herr B. und seine Frau lassen sich jedoch nicht entmutigen. Zusammen wenden sie sich an uns als professionelle Versicherungsmakler, um doch noch den benötigten Versicherungsschutz zu erhalten.

Erfolgreicher Versicherungsabschluss trotz verschiedener Phobien, depessiver Periode und Heuschnupfen

Um keine weitere Antragsablehnung zu riskieren, führten wir für Herrn B. eine anonymisierte Risikovoranfrage durch. Bei dieser Methode werden zunächst alle relevanten Daten wahrheitsgemäß und vollständig erhoben. Dazu gehören beispielsweise Angaben zu Beruf, Alter, Vorerkrankungen, gefährlichen Hobbys sowie eventuellen Drogenabhängigkeiten. Die Vorerkrankungen müssen zudem mit ärztlichen Befunden und Verlaufskontrollen belegt werden. Für Herrn B. sprach, dass er seine Agoraphobie mit Panikstörungen sowie seine soziale Phobie und depressive Periode vollständig und ohne Rückfall überwunden hat, weder Raucher ist noch viel Alkohol konsumiert oder gefährlichen Hobbys wie Klettern oder Tauchen nachgeht. Sein Heuschnupfen viel nur unwesentlich ins Gewicht.

Alle erhobenen Daten wurden im nächsten Schritt von uns anonymisiert. Auf dieser Grundlage fragten wir bei verschiedenen Versicherern an, ob sie bereit wären, Versicherungsschutz zu bieten. Da dies eine unverbindliche Anfrage und keine Antragstellung war, drohte auch keine Antragsablehnung. Wie zu erwarten war, reagierten die angefragten Versicherer sehr unterschiedlich. Einige schlossen eine Absicherung kategorisch aus, andere erstellten Angebote mit unterschiedlichen Beitragszuschlägen aufgrund des erhöhten Gesundheitsrisikos. Vereinzelt boten Versicherer sogar Schutz zu Normalkonditionen an.

Nach eingehender Prüfung aller Angebote entschied sich Herr B. für einen irischen Versicherer mit deutscher Niederlassung, der bereit war, ihn zu normalen Konditionen zu versichern. Ein Beitragszuschlag entfiel somit. Bei einer Vertragslaufzeit von 25 Jahren und einer konstant bleibenden Versicherungssumme von 300.000 Euro betrug der monatliche Beitrag 26,84 Euro.