Zahlen, Daten und Fakten über die Versicherungsbranche

Wer eine Karriere in der Versicherungsbranche anstrebt, kann für sich Vorteile aus einem fundierten Hintergrundwissen über die deutsche Versicherungswirtschaft ziehen. Junge Menschen, die sich frühzeitig und ausführlich informieren, können zukünftige Chancen und Gegebenheiten des Berufslebens besser kalkulieren. Interessenten erhalten anhand von konkreten Fakten am besten ein Bild von den Bedingungen und Möglichkeiten in der angestrebten Branche. Aus diesem Grund werden auf dieser Seite konkrete Zahlen, Daten und Fakten zusammengestellt, die einen Einblick in die Situation der Erwerbstätigen in der Versicherungsbranche geben. Grundlage der hier genutzten Daten sind insbesondere Studien des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) und des Berufsbildungswerks der Deutschen Versicherungswirtschaft (BWV). Bei der Durchführung der zugrunde liegenden Studien wurde stets eine hohe Repräsentationsrate erreicht, die Aussagekraft der hier genannten Zahlen kann daher als gut betrachtet werden.

Beschäftigtenzahlen und Beschäftigungsstruktur

Wie im Jahr 2009 ist die Gesamtbeschäftigung in der Versicherungsbranche auch 2010 nahezu konstant geblieben. Die folgende Tabelle zeigt die Beschäftigtenzahlen in der deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr 2010. Die absoluten Zahlen sind auf volle Hundert gerundet.

Statistik: Beschäftigte in der deutschen Versicherungswirtschaft im Jahr 2010

Die folgende Tabelle zeigt die Beschäftigtenzahlen in dem Versicherungsgewerbe, verteilt auf Städte. Die aufgeführten Städte sind die Standorte mit über 4000 Arbeitnehmern in der Versicherungsbranche.

Statistik: Beschäftigte in der deutschen Versicherungswirtschaft aufgeteilt nach Stadt

Im Jahr 2010 lag der Frauenanteil der Beschäftigten im Innendienst bei 54,1%, damit ist in diesem Bereich ein Rückgang von 0,1%-Punkten gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Im Außendienst dagegen ist der Anteil der Frauen um 0,7%-Punkte auf 20,6% gestiegen. Auch bei den Führungskräften ist ein leichter Anstieg um 0,1%-Punkte auf 23,3% Frauenanteil gegenüber 2009 zu verzeichnen. Eine etwas größere Erhöhung des Frauenanteils ist bei den Auszubildenden festzustellen, hier liegt der Wert 2010 bei 47,9% gegenüber 47,0% im Jahr 2009.

Der Akademikeranteil in der Versicherungsbranche steigt seit einigen Jahren kontinuierlich an. 2010 hatten 18,5% der Beschäftigten in der deutschen Versicherungswirtschaft einen Abschluss einer Hochschule oder Fachhochschule, was einem absoluten Wert von ca. 40.100 Beschäftigten entspricht. 2009 lag der Wert bei 17,8%. Den größten Anteil machten Hochschulabsolventen des Studienfaches Wirtschaftswissenschaften (33,7%) aus. Es folgen Absolventen der Rechtswissenschaft (18,2%) und der Informatik und Mathematik (15,7%).

Ausbildungsformen und Rekrutierung

Die Ausbildungswege in der Versicherungsbranche teilen sich auf drei Formen, die Ausbildung im Unternehmen, die Ausbildung in einer Agentur und die Ausbildung in Form eines dualen Studiums auf. Der Anteil der Nutzung der einzelnen Ausbildungsformen im Jahr 2010 verdeutlicht das folgende Diagramm:

Statistik: Häufigkeitsverteilung der Auszubildenden nach Ausbildungsformen

Bei der Anwerbung junger Menschen für eine Ausbildung setzen Unternehmen insbesondere auf das Internet. 93% der teilnehmenden Unternehmen gaben in einer Studie den eigenen Internetauftritt als Rekrutierungsweg an, 82% setzen auf Online-Stellenbörsen. Die regionalen Printmedien folgen bei der Gewinnung von Auszubildenden an dritter Stelle mit 79%. Schülerpraktika und Messen werden von 70% der Unternehmen zur Rekrutierung genutzt. Auf Social Media setzen zurzeit nur 12% der Unternehmen. Auch wenn die Bedeutung der Social Media für die Auszubildendenrekrutierung aktuell noch gering eingeschätzt wird, so gehen ca. 97% der befragten Unternehmen davon aus, dass sich dies innerhalb der nächsten fünf Jahre ändern wird.

Die Übernahmequote der Unternehmen in der Versicherungsbranche ist hoch. 2010 wurden 72,2% der Auszubildenden nach der Abschlussprüfung im Unternehmen weiterbeschäftigt. Damit ist der Wert gegenüber 2009 nochmals gestiegen. Ca. ein Drittel der Auszubildenden, die in Ihren Ausbildungsbetrieb verlassen haben, gingen in die Selbstständigkeit. 18,5% führten Ihre Ausbildung durch ein anschließendes Studium fort.

Gehälter in der Versicherungsbranche

Die Frage in welchem Bundesland ein Erwerbstätiger beschäftigt ist, hat auch in der Versicherungsbranche Einfluss auf das Gehalt. Ebenso ist in dieser Branche ein Unterschied der Gehälter für Männer und Frauen festzustellen. Die Abweichungen der Gehälter nach Bundesland und Geschlecht verdeutlicht die folgende Tabelle.

Statistik: Gehälter der Beschäftigten in der deutschen Versicherungswirtschaft unterteil in Frauen und Männer nach Bundesländern

(Quelle: www.versicherungen-jobs.com)