Förderung durch die Individuelle Weiterbildung in Niedersachsen (IwiN)

Wer sich beruflich weiterbilden möchte, muss dies nicht allein finanzieren. Vielmehr stehen unterschiedliche Förderungsmöglichkeiten zur Auswahl, wie die Individuelle Weiterbildung in Niedersachsen (IwiN).

Diese Förderung beantragen können Angestellte in kleinen und mittleren Betrieben, aber auch Unternehmer von kleinen Betrieben selbst. Zur genauen Bestimmung hat die IwiN konkrete Kriterien aufgestellt. Diese legen fest, dass Firmen mit unter 50 Angestellten als Kleinstunternehmen gelten. Dass auch Eigentümer die Förderung für ihre Weiterbildung beantragen können, unterscheidet die IwiN vom Bildungsscheck. Kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen nach dieser Definition bis zu 250 Mitarbeiter und haben einen geringeren Jahresumsatz als 50 Mio. Euro bzw. eine niedrigere Bilanzsumme als 43 Mio. Euro. Bei dieser Zählung werden auch Partnerunternehmen sowie verbundene Unternehmen hinzugezählt.

 

Wer kann eine Förderung erhalten?

Die IwiN möchte mit ihrem Förderprogramm all diejenigen Mitarbeiter und Führungskräfte unterstützen, die die oben angegebenen Kriterien erfüllen und deren Firmensitz in Niedersachsen situiert ist. Ausschlusskriterium ist dabei, dass der Betrieb nicht zur öffentlichen Verwaltung gehört oder Anspruch auf Meister-Bafög besteht. Die genaue Rechtsform (d. h. ob es sich um eine Personen- oder Kapitalgesellschaft handelt) spielt keine Rolle.

 

Welche Weiterbildungen werden gefördert?

Weiterbildungen sollen die berufliche Qualifizierung der Teilnehmer fördern, sie für neue Geschäftsfelder qualifizieren, in neuen Technologien schulen oder für internationale Handelsbeziehungen ausbilden. Von der Individuellen Weiterbildung in Niedersachsen werden ausgewählte Fortbildungsprogramme unterstützt. Förderschwerpunkte sollten die Vertiefung beruflicher Fachkenntnisse, Methodenkompetenzen (wie beispielsweise Präsentationen) oder Förderung der Sozialkompetenz sein. Zudem werden nur Programme mit einer Mindestdauer von 30 Zeitstunden unterstützt.

 

In welcher Höhe wird gefördert?

Die exakte Förderungshöhe hängt von der Höhe der Freistellung ab. Zunächst entscheidet das antragstellende Unternehmen, ob die Zeit der Weiterbildung auf die Arbeitszeit angerechnet wird. Bei einer Freistellung des Mitarbeiters findet eine Lohnfortzahlung statt. Für das Unternehmen fallen dann Freistellungskosten und 10% der Weiterbildungskosten an. Wenn keine Freistellung erfolgt, erhöht sich der Direktbetrag von 10% zu den Weiterbildungskosten. Der generelle Höchstförderbetrag liegt bei 20 Euro/Stunde und bei 5.000 Euro pro Unternehmen im Kalenderjahr. Der exakte Förderbetrag wird von regionalen Filialen der IwiN berechnet.